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Fragen der Phraseologie, Lexikologie und Syntax

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Edited By Hanna Biadun-Grabarek

In diesem Buch werden vorläufige Ergebnisse der Sprichwortforschung der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Angewandte Linguistik und Translatorik der Universität Gdańsk präsentiert. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens werden syntaktische, semantische und pragmatische Aspekte erörtert. Im Zentrum der Analyse stehen deutsche Sprichwörter und Bauernregeln, die mit den polnischen Entsprechungen kontrastiert werden, wobei auch translatorische Probleme angeschnitten werden. Weiterhin enthalten ist ein Beitrag über Tiernamen als Komponenten der Bildlichkeit in Phraseologismen, sowie zwei Beiträge, die sich mit der Valenzforschung und dem Schicksal der DDR-spezifischen Lexik in den polnischen Lehrbüchern der deutschen Sprache aus der Zeit kurz nach der Wende befassen.

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Marta Szreiber (Bydgoszcz): Tiernamen als Komponenten der Bildlichkeit im Deutschen und Polnischen - Phraseologismen bei der Übermittlung von Gedanken und Gefühlen

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Tiernamen als Komponenten der Bildlichkeit im Deutschen und Polnischen - Phraseologismen bei der Übermittlung von Gedanken und Gefühlen Marta Szreiber (Bydgoszcz) Im Zentrum der Analyse stehen ausgewählte Beispiele deutscher Redewendun- gen, die nur in zweiter Linie mit den polnischen Äquivalenten kontrastiert wer- den. Die polnische Sprache wird also eher zum Vergleich herangezogen. Als eine Art Experiment soll eine durchgeführte Umfrage unter Deutschlernenden verstanden werden. Es werden bewusst Phraseologismen beschrieben, die bisher verhältnismä- ßig schwach erforscht wurden und eher nicht gebräuchlich oder sogar unbekannt sind, um einen richtigen Blick auf die Assoziationen der Versuchspersonen be- züglich der Bildlichkeit der Sprache zu bekommen. Gegenstand der Untersu- chung sind Phraseologismen mit Wurm (den Wurm baden), Schnecke (jmdn. zur Schnecke machen), Fliege (keiner Fliege ein Bein ausreißen können), Raupe (du fehlst mir gerade noch in meiner Raupensammlung), Fisch (die großen Fische fressen die kleinen) und Frosch (wie ein geprellter Frosch). Als Einführung in die Analyse fungieren die Überlegungen einiger Linguisten zur Sprache und Metapher. Zuerst wird der Frage nachgegangen, was die Spra- che ist. Danach wird noch das damit im Zusammenhang stehende Problem der Äquivalenz angeschnitten. Der Sprachbenutzer soll davon ausgehen, dass die Idiome wörtlich be- trachtet, idiotisch bzw. widersinnig wirken können, was eben seine Wurzeln im 18. Jh. im Wort Idiotismus hat (vgl. Fleischer 1982: 9). Dementsprechend braucht nicht zu wundern, dass 44,4 % der Probanden überhaupt nichts mit den Tiermetaphern in solchen Redewendungen wie jmdn. zur Schnecke machen,...

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