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Privates Grundvermögen im Internationalen Erbschaftsteuerrecht

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Florian Reichthalhammer

Der Autor untersucht in seinem Buch die Besteuerung von Auslandsimmobilien im Erbfall und zeigt planerische und gestalterische Maßnahmen zur steuerlichen Optimierung auf, wenn außerhalb Deutschlands belegenes Grundvermögen in den Nachlass fällt. Ausgangspunkt bildet eine Analyse der Besteuerungssituation, die sich ergibt, wenn eine private Auslandsimmobilie zum Nachlass eines Steuerinländers gehört und im Erbfall auf einen anderen Steuerinländer übergeht. Es werden die steuerlichen Belastungsfaktoren im In- und Ausland und das Problem der Doppelbesteuerung untersucht. Die Ergebnisse werden durch eine umfassende Fallstudie belegt, die in Spanien, Italien und den USA (insbesondere im Bundesstaat Florida) belegene Durchschnitts- und Luxusimmobilien behandelt. Anschließend wird eine Vielzahl von Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Steuerlast im Erbfall optimiert werden kann. Ausgehend von alternativen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten stellt der Verfasser Mittel und Strategien dar, die sicherstellen, dass das ausländische Grundvermögen möglichst ungeschmälert auf die Erben übergeht.

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3. Kapitel: Analyse der steuerlichen Belastung im Erbfall

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Diese Kategorisierung soll typisierend den Wert des jeweils untersuchten Aus- landsgrundbesitzes widerspiegeln. III. Erwerber Bezüglich der Erwerber sollen folgende Fälle untersucht werden: Die Auslands- immobilie wird vom Ehegatten des Erblasser, von einem Kind bzw. von seinen beiden Kindern oder von einem (nicht in verwandtschaftlicher Beziehung zu ihm stehenden) Dritten wie bspw. dem Lebensgefährten oder einem Freund erbweise erworben. Die Wahl der Erwerber dürfte mutmaßlich der Situation in den meisten Erbfällen entsprechen. Auf die Darstellung von „Mischkonstellatio- nen“, bspw. den Erwerb der Auslandsimmobilie durch den Ehegatten und die beiden Kinder des Erblassers, wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit bewusst verzichtet. IV. Länderauswahl Jeder ausländische Staat, auf dessen Territorium sich eine Immobilie befindet, die im Eigentum eines Steuerinländers steht, könnte, da dieser ausländische Grundbesitz früher oder später von Todes wegen auf einen Begünstigten über- gehen wird, Teil der folgenden Fallstudie sein. Die Sorgfalt der Belastungsana- lyse legt dabei eine Begrenzung nahe. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Spanien, Italien und die USA als Belegenheitsorte von Auslandsimmobilien. Ansässigkeitsstaat ist jeweils Deutschland. Zwei Gründe sprechen für diese Auswahlentscheidung: Zum einen sind die- se Länder als Urlaubsorte und als Standorte für Ferienimmobilien sehr beliebt,208 zum anderen ist es die unterschiedliche Ausgestaltung der jeweiligen Erb- schaftsbesteuerung, die eine vertiefte Auseinandersetzung aus steuersystemati- schen Gründen lohnenswert macht. So ist in Deutschland, Italien und Spanien die Erbschaftsteuer als Erbanfallsteuer ausgestaltet, während die USA eine Nachlasssteuer erheben.209 Dar...

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