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Junktoren im Text der Protokolle des Generallandtags von Preußen Königlichen Anteils aus den Jahren 1526-1528

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Sylwia Firyn

Die in dieser Arbeit untersuchten Protokolle des Landtags von Königlich Preußen wurden von Danziger Schreibern verfasst, die die Gesandten Danzigs begleiteten. Die Texte hinterlegten sie im Danziger Ratsarchiv. Ihre Sprache ist Deutsch, nur die beigelegte Korrespondenz mit dem polnischen König ist Lateinisch. Bisher ist der Gebrauch der Junktoren in diesen frühneuhochdeutschen Kanzleitexten Polens nicht ausreichend untersucht worden. Ihre Analyse (10 Konjunktoren, 40 Subjunktoren, 3 Adjunktoren) ergab nun, dass die damaligen Schreiber alle angenommenen und auch manche bisher für später datierten Neuerungen realisierten. Hinsichtlich des Gebrauchs der Junktoren lässt sich der Text damit als typisch frühneuhochdeutsch bezeichnen. Mit diesen Ergebnissen leistet die Autorin einen Beitrag zu Gebrauch und Bedeutung von Junktoren in Texten dieser Zeit und dieser Gattung und damit zur Erforschung der deutschsprachigen Kanzleien der frühen Neuzeit in Polen und des Frühneuhochdeutschen im Allgemeinen.

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7 Adjunktoren

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Es geht hier um Verknüpfungsmittel, die aus einem Satz oder einer Phrase ein Adjunkt machen. Als Bezugseinheit kann ein Substantiv, ein Pronomen, ein Adjektiv oder ein Adverb fungieren. Im Anschluss an Frederike Eggs (2006: 10) wird angenommen, dass diese Junktoren lexikalische Bedeutung haben. In dem Text der Protokolle wurden drei Adjunktoren gefunden, und zwar als(z), wie und dann. Sie wurden von den Schreibern streng auseinandergehalten und nur in einem Falle (wie vs. als) gibt es einen kleinen Überlappungsbereich. als(z) Außer als Adjunktor fungiert als(z) im Text der Protokolle als: – temporaler Subjunktor (Kap. 6.1) – modaler Subjunktor (Kap. 6.3) Dieser Adjunktor wird im Text der Protokolle nur selten und fast ausschließlich in der Bedeutung SPEZIFIZIERUNG gebraucht, wobei die parataktische Relati- on zwischen den verbundenen Einheiten angenommen wird (vgl. Duden- Grammatik 2005: 632, Buscha 1989: 29 f.). Das Bezugswort ist selten ein Sub- stantiv Die heren van L und St alsz ko rethe weren hochlich erfrewet eren gessmetten zu- kunft so och [...] (13.07.1527, S. 98) Erkennen uns auch derselben E Ko Ma in solchen anliggenden noethen unde ge- schwynden lawffen mit rat unde hulffe als irem allergnedigsten herrn wo solchs in irem vormugen wer beystendig zu seyn schuldig. (18.01.1527, S. 232) Dornoch wart der herre Balinszky als eyn ko bothe abegefertiget. (18.07.1527, S. 139) und häufiger ein Personalpronomen: Hieneben ist och van her Balinszky gedocht dasz her Jacobus Knade der den dingen dweyle er als eyn prister eyn weib genommen anhengigk sich alhie in eyner stat...

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