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40 Jahre Leichenshow – Leichenschau

Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi "Tatort</I> vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod

Stephan Völlmicke

«Tod im Fernsehen» und «Tod in der Realität» haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, auf den zweiten Blick jedoch ist auch der fiktive Tod in Film- und Fernsehsendungen immer ein Produkt des Umgangs mit dem Tod in der Gesellschaft und umgekehrt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Todes in den Medien, speziell im Tatort, und reflektiert dabei den Umgang mit Sterben und Tod in der Gesellschaft. In einer Langzeituntersuchung werden die Veränderungen der filmisch-gestalterischen Mittel der Todesdarstellung in der Krimireihe Tatort analysiert. Die Arbeit zeigt, dass es eine offensichtliche Tendenz zu immer längeren und gleichzeitig sehr nahen, distanzarmen Todesdarstellungen gibt, die eine bis dahin ungewohnte, sehr direkte und detailreiche Perspektive auf den toten Körper offeriert. Die Arbeit macht zudem deutlich, dass die Gründe für die zunehmenden und drastischeren Todesdarstellungen im Fernsehen nicht ausschließlich auf ihren hohen Unterhaltungswert zurückzuführen sind, sondern dass die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit Sterben und Tod einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Weise der Todesdarstellungen im Fernsehen haben. Die Erzählungen vom Tod in den Medien thematisieren die in der Gesellschaft vorherrschenden Definitionen von Tod.

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Abbildungsverzeichnis

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Abb. (1): Häufigkeit und Dauer der Leichendarstellung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden .................................................. 196 Abb. (2): Häufigkeit der Leichendarstellung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ......................................................................... 197 Abb. (3): Häufigkeiten der Arten der Leichenabfilmung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden .................................................. 199 Abb. (4): Beispiele der Leichenabfilmung im Tatort (WDR+NDR) mit Leiche Spezialeffekt ................................................................ 200 Abb. (5): Häufigkeiten der Arten der Leichenabfilmung (Leiche/Leiche Spezialeffekt versus andere) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ......................................................................................... 202 Abb. (6): Häufigkeiten der Arten der Leichenabfilmung (Leiche/Leiche Spezialeffekt versus andere) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ......................................................................................... 203 Abb. (7): Häufigkeit und Dauer der Leichendarstellung bei direkter Leichenabfilmung (Leiche/Leiche Spezialeffekt) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden .................................................. 204 Abb. (8): Beispiele Photo von Leiche im Tatort (WDR+NDR) ................... 205 Abb. (9): Häufigkeiten der Arten der Leichenabfilmung (Photo/ Requisite) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ................ 207 Abb. (10): Häufigkeiten der Einstellungsgrößen bei der Leichenabfilmung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ................................. 209 Abb. (11): Beispiele: Tendenz zu direkten Abfilmung mit großen ‚Einstellungsgrößen‘ und ‚Tendenz zu Spezialeffekten‘ .............. 210 Abb. (12): Häufigkeiten der Einstellungsgrößen (Weite bis Halbnah versus Nah bis Detail) bei der Leichenabfilmung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden .................................................. 214 Abb. (13): Häufigkeiten der Einstellungsgrößen (Weite bis Halbnah versus Nah bis Detail) bei der Leichenabfilmung im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden .................................................. 215 Abb. (14): Häufigkeiten der Leichenorte (Pathologie versus andere) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden ....................................... 216 Abb. (15): Häufigkeit und Dauer der Leichendarstellung im Leichenort Pathologie im...

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