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40 Jahre Leichenshow – Leichenschau

Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi "Tatort</I> vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod

Stephan Völlmicke

«Tod im Fernsehen» und «Tod in der Realität» haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, auf den zweiten Blick jedoch ist auch der fiktive Tod in Film- und Fernsehsendungen immer ein Produkt des Umgangs mit dem Tod in der Gesellschaft und umgekehrt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Todes in den Medien, speziell im Tatort, und reflektiert dabei den Umgang mit Sterben und Tod in der Gesellschaft. In einer Langzeituntersuchung werden die Veränderungen der filmisch-gestalterischen Mittel der Todesdarstellung in der Krimireihe Tatort analysiert. Die Arbeit zeigt, dass es eine offensichtliche Tendenz zu immer längeren und gleichzeitig sehr nahen, distanzarmen Todesdarstellungen gibt, die eine bis dahin ungewohnte, sehr direkte und detailreiche Perspektive auf den toten Körper offeriert. Die Arbeit macht zudem deutlich, dass die Gründe für die zunehmenden und drastischeren Todesdarstellungen im Fernsehen nicht ausschließlich auf ihren hohen Unterhaltungswert zurückzuführen sind, sondern dass die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit Sterben und Tod einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Weise der Todesdarstellungen im Fernsehen haben. Die Erzählungen vom Tod in den Medien thematisieren die in der Gesellschaft vorherrschenden Definitionen von Tod.

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13. Anhang I: Zusätzliche Tabellen und Graphiken

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Abb. (32): Häufigkeiten der Einstellungsgrößen bei anderen Darstellungen/Inhalten (Nicht- Leichendarstellungen) im Tatort (WDR+NDR) über vier Dekaden280 Einstellungsgröße Statistik Dekade Gesamt 1970- 1980 1981- 1990 1991- 2000 2001- 2010 Weite Anzahl 3 2 2 0 7 Prozent 1,2% ,7% ,5% ,0% ,5% Totale Anzahl 3 11 20 5 39 Prozent 1,2% 4,0% 5,0% ,8% 2,5% Halbtotale Anzahl 44 26 31 34 135 Prozent 18,0% 9,5% 7,7% 5,4% 8,7% Halbnah Anzahl 136 126 112 227 601 Prozent 55,5% 45,8% 27,9% 36,1% 38,8% Nah Anzahl 38 51 85 126 300 Prozent 15,5% 18,5% 21,2% 20,1% 19,4% Groß Anzahl 12 51 143 227 433 Prozent 4,9% 18,5% 35,7% 36,1% 28,0% Detail Anzahl 9 8 8 9 34 Detail Anzahl 9 8 8 9 34 Prozent 3,7% 2,9% 2,0% 1,4% 2,2% Gesamt Anzahl 245 275 401 628 1549 Prozent 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 280 Häufigkeiten = Häufigkeiten von Einstellungen. Ergebnisse des Chi-Quadrat-Tests: Unterschiede zwischen den Einstellungsgrößen bezüglich ihrer Häufigkeiten im zeitli- chen Verlauf der Dekaden: Chi-Quadrat=181.20, df=18, p=0.000*** Cramer's V=0.20 312 Abb. (33): Häufigkeiten der Kamerabewegungen im Tatort (WDR+NDR) über vier Deka- den281 Kamerabewegung Statistik Dekade Gesamt 1970- 1980 1981- 1990 1991- 2000 2001- 2010 Stand Anzahl 235 287 528 894 1944 Prozent 77,6% 74,7%...

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