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Bewertung von Leveraged Buyouts mit einem stochastischen Diskontierungsfaktor

Ein Simulationsansatz auf Basis empirischer Wahrscheinlichkeiten

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Martin Russ

Eine Bewertung von Leveraged Buyouts auf Basis risikoadjustierter Diskontierungssätze ist problematisch, da sich deren charakteristische Finanzierungsstruktur nicht durch gängige zahlungsstrombasierte Bewertungsmethoden abbilden lässt. Zugleich zeigt sich ein risikoneutraler Bewertungsansatz ohne die Existenz einer allgemeingültigen Transformationsfunktion des Wahrscheinlichkeitsmaßes bei Leveraged Buyouts mit Inkonsistenzen verbunden. Die Arbeit stellt einen neuartigen Simulationsansatz auf Basis des Bewertungskonzepts des stochastischen Diskontierungsfaktors vor, welcher diese Problemstellungen bei der Bewertung von Leveraged Buyouts löst und Aufschluss über den Wertbeitrag der Steuervorteile aus Fremdfinanzierung sowie die risikoadäquaten Diskontierungssätze leistet.

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7. Zusammenfassung und Ausblick

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Mit der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, wie sich das Konzept des stochastischen Diskontierungsfaktors einsetzen lässt, um spezielle Fra- gestellungen aus dem Bereich der Unternehmensbewertung interpretieren und lösen zu können. Dies wurde genutzt, um eine Bewertung von Levera- ged Buyouts durchzuführen, welche auf Grund der charakteristischen Fi- nanzierungsart sowie einer veränderlichen Risikostruktur durch zahlungs- strombasierte Bewertungsverfahren auf Basis risikoadjustierter Diskontie- rungssätze nur unter sehr einschränkenden Annahmen vollzogen werden kann. Hierzu erfolgte zunächst eine Einführung in das Konzept des stochasti- schen Diskontierungsfaktors sowie dessen Funktionsweise. Es wurden hierbei die grundlegenden Möglichkeiten zur Beschreibung des stochasti- schen Diskontierungsfaktors sowie empirische Ansätze zu dessen Spezifi- zierung vorgestellt. Aufbauend auf diesen Grundlagen und unter Annahme einer logarithmischen Nutzenpräferenz der Investoren wurde eine Struktur für den stochastischen Diskontierungsfaktor zur Bewertung zukünftiger Zahlungsströme aus einem Renditeprozess des Kapitalmarktes abgeleitet. Zugleich erfolgte eine Kalibrierung des stochastischen Diskontierungsfak- tors auf die zum Bewertungszeitpunkt vorliegende Zinsstrukturkurve. Die vorgestellte Ableitung des stochastischen Diskontierungsfaktors aus einem Marktrenditeprozess besitzt den Vorteil, dass eine Verbindung zur zukünf- tigen Unternehmensentwicklung des Bewertungsobjekts hergestellt wer- den kann, worin es sich um eine zentrale Herausforderung bei Anwendung des Konzepts des stochastischen Diskontierungsfaktors handelt, welche durch eine Vielzahl alternativer Spezifizierungsansätze nicht geleistet wer- den kann. Zur Beschreibung der zukünftigen Entwicklung des Bewertungsobjekts und der Ableitung der bewertungsrelevanten Zahlungsströme wurde ein Planungsmodell entwickelt, welches die speziellen Eigenschaften eines ty- pischen Leveraged Buyouts abbilden kann. Hierbei wurde die für...

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