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Die personenkonstituierenden Motive im Gesamtwerk von Siegfried Lenz

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Melanie Keutken

«Man kann gehen, wohin man will, man kommt nie als der zurück, der man einmal war.» Das vorangestellte Zitat aus dem 1990 veröffentlichten Roman Die Klangprobe von Siegfried Lenz weist bereits indirekt auf das Thema der Untersuchung hin: Im Vordergrund der Arbeit stehen die Handlungen des fiktiven Personals, sowie die äußeren und inneren Umstände, welche Veränderung evozieren bzw. Handlungen bedingen. Anhand der personenkonstituierenden Motive soll dargestellt werden, auf welche Weise Lenz sein «Personal» im Gesamtwerk handeln und entscheiden lässt. Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, wird das Lenzsche Œuvre nach Gattungen getrennt und innerhalb dieser chronologisch bearbeitet.

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1.) Einleitende Überlegungen

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„Man kann gehen, wohin man will, man kommt nie als der zurück, der man einmal war.“1 Das den einleitenden Überlegungen vorangestellte Zitat ist dem Roman ,Die Klangprobe‘ (1990) von Siegfried Lenz entnommen und weist indirekt auf das Thema der folgenden Untersuchung hin: Im Vordergrund der vorliegenden Arbeit stehen die Handlungen des fiktiven Personals, sowie die äußeren und inneren Umstände, welche Veränderung evozieren, bzw. Handlungen bedingen. Anhand der personenkonstituierenden Motive soll dargestellt werden, auf welche Weise Siegfried Lenz sein ,Personal‘ im Gesamtwerk handeln und entscheiden lässt. 1.1. Vorhaben „Jeder ist ja auf irgendeine Weise gebunden.“2 Ausgehend von der These, dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt seines Daseins Bestandteil diverser Strukturen ist, die sich auf sein Handeln auswirken3, werden in Kapitel 2.) ,Motiv: Eine definitorische Abgrenzung‘ literaturwissenschaftli- che, psychologische, soziologische und philosophische Ansätze zu den Themen Motiv und Handeln verglichen und verquickt. Die daraus resultierende Definition des Begriffes ,Motiv‘ dient in den Kapiteln 3.) ,Die Romane‘, 4.) ,Die Erzählun- gen‘ und 5.) ,Die Bühnenstücke‘ als Grundlage der Analysen. Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, wird das lenzsche Œuvre nach Gattungen getrennt und innerhalb dieser chronologisch bearbeitet. Auf diese Weise können Motive, Motivmutationen und -variationen sowohl im Kontext des jeweiligen Werkes als auch aus der diachronen Perspektive des Gesamtwerkes analysiert werden. In Bezug auf die Analysen der Romane, Erzählungen und 1 Lenz, Siegfried: Die Klangprobe, Werkausgabe in Einzelbänden, Bd. 11, Hamburg 1999, S. 298. 2 Lenz, Siegfried: Dank....

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