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Gesetzgebungsoutsourcing

Verfassungsrechtliche Probleme der Inanspruchnahme Privater zur Erstellung von Gesetzentwürfen

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Julia Leven

Gesetzgebungsoutsourcing – die Beauftragung von Rechtsanwaltskanzleien mit der Erstellung von Gesetzentwürfen – ist ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren in der Politik immer größerer Popularität erfreut. Grund dafür ist nicht zuletzt der wachsende Zeitdruck, unter dem Gesetze häufig beschlossen werden. Gleichzeitig erscheint das Gesetzgebungsoutsourcing aber nicht unproblematisch in Bezug auf die Verfassungsprinzipien der Demokratie, des Funktionsvorbehalts sowie des Gemeinwohls. Ziel der Arbeit ist, einen Überblick über das Phänomen des Gesetzgebungsoutsourcings und die damit zusammenhängenden verfassungsrechtlichen Probleme zu geben. Dazu wird zunächst das Phänomen des Gesetzgebungsoutsourcings beschrieben und versucht, eine Einordnung in bereits bestehende Kategorien wie private Rechtsetzung und sachverständige Beratung vorzunehmen. In einem zweiten Schritt werden die möglichen verfassungsrechtlichen Probleme in diesem Zusammenhang aufgezeigt und schließlich sowohl de lege lata als auch de lege ferenda nach möglichen Lösungen gesucht.

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Inhaltsverzeichnis

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A. Das Phänomen des Gesetzgebungsoutsourcings und seine Einordnung ............................. 17 I. Begriff des Gesetzgebungsoutsourcings ........................................................................... 17 1. Fälle des Gesetzgebungsoutsourcings .......................................................................... 18 2. Ablauf der Beauftragung einer Rechtsanwaltskanzlei ................................................. 20 3. Gründe für die Beauftragung einer Rechtsanwaltskanzlei .......................................... 20 4. Beschränkung der Untersuchung auf formelle Gesetze ............................................... 22 II. Vergleichbarkeit des Gesetzgebungsoutsourcings mit privater Rechtsetzung ................ 22 1. Abgrenzung zur staatlichen Rechtsetzung anhand der Normgebereigenschaft ........... 22 a) Verantwortlichkeit als Kriterium ............................................................................. 23 b) Inhaltliche Erstellung als Kriterium ......................................................................... 24 c) Vorgabenfreie Erstellung als Kriterium ................................................................... 24 2. Übertragung der Normgebereigenschaft auf Private .................................................... 26 a) Übertragung durch Beleihung .................................................................................. 26 b) Übertragung durch Verweisungen ........................................................................... 28 aa) Verweis auf vergaberechtliche Verdingungsordnungen ........................................ 28 bb)Verweis auf Tarifverträge ....................................................................................... 29 cc) Verweis auf DIN-Normen ...................................................................................... 31 dd) Vergleichbarkeit privat erstellter Gesetzentwürfe ................................................. 32 3. Ergebnis ........................................................................................................................ 33 III. Vergleichbarkeit des Gesetzgebungsoutsourcings mit sachverständiger Beratung ....... 34 1. Begriff des Sachverständigen ....................................................................................... 34 8 a) Sachkunde ................................................................................................................ 34 b) Objektivität .............................................................................................................. 35 c) Rechtsanwälte als Sachverständige .......................................................................... 35 2. Vorrangige Beratung durch staatsinterne Wissensressourcen .................................... 36 a) Beschränkte Zuständigkeit der internen Berater in der Theorie .............................. 36 b) Beteiligung interner Berater an der Staatsleitung in der Praxis ............................... 38 3. Beratung durch externe Sachverständige ..................................................................... 39 a) Formen der Beratung ................................................................................................ 40 aa) Art des Sachverstands ............................................................................................ 40 bb) Anlass und Form der Beratung .............................................................................. 40 b) Bedenken gegen die externe Beratung ..................................................................... 41 aa) Interessenvertreter als Sachverständige .................................................................. 41 bb) Beratung als Mitentscheidung................................................................................ 41 4. Ergebnis ........................................................................................................................ 42 B. Verfassungsrechtliche Probleme des Gesetzgebungsoutsourcings ..................................... 45 I. Verstoß gegen das Demokratieprinzip .............................................................................. 45 1. Repräsentative Demokratie als Prüfungsmaßstab...

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