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«Did you acknowledge my last transmission?»

Sprechfunkverkehr in der Luftfahrt- Audioverbale Interaktion zwischen Flugsicherung und Crew

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Martina Sahliger

Diese Forschungsarbeit beschreibt die Alltagskommunikation zwischen Flugsicherung und Luftfahrzeugbesatzungen. Um einen Überblick über die Abweichungen von den von der ICAO vorgeschriebenen Phraseologien zu gewinnen, wurden insgesamt sieben Stunden Sprechfunkverkehr von zwei internationalen Flughäfen (New York JFK und Amsterdam Schiphol) aufgezeichnet und transkribiert. Anschließend wurden die Transkripte hinsichtlich der Abweichungsarten und deren Häufung analysiert. Auf der Basis soziolinguistischer Theorien erfolgte eine Thesenerstellung hinsichtlich deren Ursache. Die Auswertung der Daten deutet daraufhin, dass Lotsen wie Piloten gewohnheitsmäßig von den vorgeschriebenen Phraseologien abweichen. Obwohl Höflichkeitsfloskeln von der ICAO abgelehnt werden, sind Grüße trotzdem in jedem Sprecherwechsel zu verzeichnen. Diese stören jedoch den Ablauf der Interaktion nicht, sie erleichtern im Gegenteil die interkulturelle Kommunikation. Andere Abweichungen jedoch, wie beispielsweise das Weglassen von Maßeinheiten, können dagegen zu schwerwiegenden Missverständnissen führen. Es scheint außerdem so zu sein, dass die Sprechweise des einen Kommunikationspartners die des anderen maßgeblich beeinflusst. In der Arbeit wurden die Ursachen für die identifizierten Abweichungen herausgearbeitet, und es wurde der Frage nachgegangen, auf welche Weise das Risiko, welches damit zusammenhängt, zukünftig vermindert werden kann.

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Abstract

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This research examines the everyday communication between Air Traffic Con- trol and flight crews. Three and a half hours of voice recordings were extracted from high workload (‘rush hours’) via ‘liveatc.net’ from Schiphol airport, Neth- erlands and three and a half hours from JFK airport, USA. Communications were transcribed and analyzed for adherence to standard ICAO phraseology and to compare communication pattern between the two facilities. Results indicate that both pilots and controllers routinely deviate from the recommended stand- ard phraseology. Some deviations, such as greetings and other courtesies may actually facilitate communication. Other deviations, such as omitting units of measurement, could lead to serious miscommunications. Results also show that deviations from standard phraseology tend to propagate; when one speaker (pilot or controller) deviates from standard (such as leaving out the unit of measure- ment), the other tends to follows suit. Results are analyzed in terms of the level of risk that each type of deviation poses. Recommendations are offered for im- proving communications between pilots and controllers.

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