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«Did you acknowledge my last transmission?»

Sprechfunkverkehr in der Luftfahrt- Audioverbale Interaktion zwischen Flugsicherung und Crew

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Martina Sahliger

Diese Forschungsarbeit beschreibt die Alltagskommunikation zwischen Flugsicherung und Luftfahrzeugbesatzungen. Um einen Überblick über die Abweichungen von den von der ICAO vorgeschriebenen Phraseologien zu gewinnen, wurden insgesamt sieben Stunden Sprechfunkverkehr von zwei internationalen Flughäfen (New York JFK und Amsterdam Schiphol) aufgezeichnet und transkribiert. Anschließend wurden die Transkripte hinsichtlich der Abweichungsarten und deren Häufung analysiert. Auf der Basis soziolinguistischer Theorien erfolgte eine Thesenerstellung hinsichtlich deren Ursache. Die Auswertung der Daten deutet daraufhin, dass Lotsen wie Piloten gewohnheitsmäßig von den vorgeschriebenen Phraseologien abweichen. Obwohl Höflichkeitsfloskeln von der ICAO abgelehnt werden, sind Grüße trotzdem in jedem Sprecherwechsel zu verzeichnen. Diese stören jedoch den Ablauf der Interaktion nicht, sie erleichtern im Gegenteil die interkulturelle Kommunikation. Andere Abweichungen jedoch, wie beispielsweise das Weglassen von Maßeinheiten, können dagegen zu schwerwiegenden Missverständnissen führen. Es scheint außerdem so zu sein, dass die Sprechweise des einen Kommunikationspartners die des anderen maßgeblich beeinflusst. In der Arbeit wurden die Ursachen für die identifizierten Abweichungen herausgearbeitet, und es wurde der Frage nachgegangen, auf welche Weise das Risiko, welches damit zusammenhängt, zukünftig vermindert werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

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0 Rahmenkonzept und theoretische Grundlagen.................................................................... 1 Theoretischer Teil ...................................................................................................................... 7 1 Teneriffa und Milano (Linate): zwei Ereignisse, welche die Bedeutung eines unzweideutigen Sprechfunkverkehrs vor Augen führen. ........................................... 9 1.1 Teneriffa ..................................................................................................................... 9 1.2 Milano (Linate) ........................................................................................................ 13 1.3 Zusammenfassung .................................................................................................... 18 2 Theoretisches Fundament der Flugsicherungsarbeit ......................................................... 21 2.1 Terminologienormung und technische Norm .......................................................... 21 2.2 ICAO und die ICAO-Documents ............................................................................. 34 2.3 UNO-Sprachen mit Sonderstatus ............................................................................. 42 2.4 Zusammenfassung .................................................................................................... 46 3 Der operative Bereich: Flugsicherung in Deutschland und Europa .................................. 49 3.1 Arbeitsplatz Kontrollturm erläutert am Beispiel Kontrollturm Stuttgart ................. 49 3.2 Kontrollzentrum ....................................................................................................... 65 3.3 Eurocontrol ............................................................................................................... 67 3.4 Zusammenfassung .................................................................................................... 71 4 Theorien zum Zweitspracherwerb und zur Fachsprache .................................................. 73 4.1 Erste Überlegungen .................................................................................................. 73 4.2 Normen ..................................................................................................................... 77 4.3 Kommunikation: Sprachhandlung, Intention, Rolle, Situation ................................ 84 4.4 Rollenverteilung im Sprechfunkverkehr: ein soziolinguistischer Versuch .............. 89 4.5 Semantische Kodierung und Dekodierung ............................................................... 95 4.6 Zweitspracherwerb ................................................................................................. 102 4.7 Fachsprache ............................................................................................................ 116 4.8 Schriftlichkeit und Mündlichkeit – Simplified English und ICAO – Standard Phraseology ............................................................................................................ 121 4.9 Fachsprache und die Vorschriften der Standard-Phraseologie nach ICAO ........... 128 4.10 Zusammenfassung .................................................................................................. 135 5 Risikokommunikation im Kontext .................................................................................. 137 5.1 Psychologie der Entscheidung (decision making) ................................................. 140 5.2 Human Factors ....................................................................................................... 145 5.3 Organisationsstrukturen ......................................................................................... 147 5.4 Risikoabschätzung, Risikowahrnehmung und Risikobewertung ........................... 149 5.5 Risikomanagement: Was ist „Safety“? .................................................................. 171 6 Sach- und Erkenntnisstand zum Thema.......................................................................... 175 Methodischer Teil .................................................................................................................. 183 7 Sprechfunkverkehr in der Luftfahrt: Datenerhebung und Auswertung .......................... 185 7.1 Erklärungsversuch der gemachten Beobachtungen anhand der theoretischen Grundlagen ............................................................................................................ 185 7.2 Überlegungen zur Methodik ................................................................................... 186 XIV 7.3 Untersuchungsmethoden der Höreinheiten und Vorgehensweise .......................... 196 7.4 Zusammenfassung .................................................................................................. 202 8 Standardphraseologien und Abweichungen davon ......................................................... 205 8.1 Überblick über die häufigsten...

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