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Der deutsche Beitrag zur Modernisierung der chinesischen Dichtung

Feng Zhis "Die Sonette</I>

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Ying Cai

Das moderne chinesische Gedicht seit 1917 entwickelte sich besonders schnell in der Begegnung der westlichen poetischen Ideen und der traditionellen chinesischen poetischen Ideen. Als Beispiel zeigt Feng Zhis Die Sonette anschaulich, wie die vom Tang- und Song-Gedicht repräsentierte chinesische poetische Tradition und die von der Dichtung Novalis’ und Rilkes repräsentierten Eigenschaften des deutschen Gedichts sich vereinigen. In dieser Arbeit werden die Aufnahme der westlichen Gedichtform des Sonetts, die Vereinigung der deutschen und chinesischen poetischen Themen und die Aufnahme der deutschen poetischen Bilder und Worte in Die Sonette ausführlich analysiert. Der Schwerpunkt der Analyse besteht darin, dass der übereinstimmende Punkt des ästhetischen Geschmacks die Voraussetzung für die Übertragung und Integration der deutschen Kultur in die chinesische Kultur ist.

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3 Modernisierung der traditionellen Versifikation: das chinesische Sonett

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In Hinblick auf die äußere Form zeigen sich die Hauptströmungen des chinesi- schen Gedichts am Anfang des 20. Jahrhunderts in einer modernen Umgangs- sprache und einer modernen Versifikation. Die klassische Sprache und traditio- nelle Versifikation wurden allmählich ersetzt. Als die chinesischen Dichter mit der Gewohnheit brachen und sich den westlichen Gedichten zuwandten, wurde das Sonett als die strengste Gedichtform des westlichen Gedichts angesehen und zog entsprechend Aufmerksamkeit auf sich und Nachahmung nach sich. Manche Dichter versuchten, die Modernisierung der chinesischen Gedichtform auf der Grundlage des Sonetts zu verwirklichen. 3.1 Erlösung und Renaissance der „Fesseln der Versifikation“: Ursprung des chinesischen Sonetts In der Einführung zu Chinesische Neue Literatur. Band des Gedichts aus dem Jahr 1935 teilte Zhu Ziqing (1898-1948) die chinesischen Neue Gedichte der frühen Jahre in drei Schulen: die „Schule des freien Verses“, die „Schule der neuen Versifikation“ und die „Schule des Symbolismus“. Die von Hu Shi (1891- 1962) und Guo Moruo (1892-1978) vertretene „Schule des freien Verses“ etab- lierte sich Ende der 1910er und Anfang der 1920er Jahre.96 Sie lehnte die Be- schränkungen der klassischen Sprache und Versifikation ab und verlangte nach Freiheit der Form. Die von Wen Yiduo (1899-1946) vertretene „Schule der neu- en Versifikation“ und die von Li Jinfa (1900-1976) vertretene „Schule des Sym- bolismus“ bildeten sich Mitte der 1920er Jahre, wobei die erstgenannte etwas früher in Erscheinung trat als die letztgenannte.97 Die künstlerischen Ideen und das Gedichtschaffen der „Schule der neuen Versifikation“ und der „Schule des Symbolismus...

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