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Wie von Gott reden?

Ansätze der Theologie im 20. Jahrhundert

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Hanjo Sauer

Das 20. Jahrhundert zeichnet sich durch tief greifende Umbrüche in der Theologie aus. In sehr unterschiedlichen Ansätzen suchen Theologen und Theologinnen unter den Bedingungen ihrer Zeit das Geheimnis Gottes zur Sprache zu bringen. In dreißig Porträts werden diese Ansätze mit besonderer Berücksichtigung der Verflechtung von Biografie und Werk kurz dargestellt. Neben ausführlichen Literaturhinweisen ist jeweils ein Originaltext beigefügt. So soll deutlich werden, welche Herausforderung es darstellt, authentisch von Gott zu reden.

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3. Das Wesen des Christentums. Adolf von Harnack (1851–1930)

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3. Das Wesen des Christentums Adolf von Harnack (1851–1930) Das 19. Jahrhundert steht im Hinblick auf die Geisteswissenschaften im Zeichen der historischen Forschung. Sie entwickelte sich zu einer Art Leitwissenschaft, die Rahmen und Orientierung gab. Unter den europäi- schen Historikern wiederum waren die Deutschen führend und Berlin wurde zu einem Zentrum der Forschung. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Dominanz der historischen Forschung besonders in der Theologie auswirkte. Dafür steht neben anderen besonders ein Name, der gleichzeitig auch zum Programm wurde: Adolf von Harnack. Er war königlich-preußischer, sog. Wirklicher Geheimrat, und gilt als der be- deutendste protestantische Theologe des ausgehenden 19. und begin- nenden 20. Jahrhunderts. Er vertrat das Fach der Kirchengeschichte und erwies sich als bedeutender Organisator der Wissenschaft in Preußen. Einige biografische Hinweise: Harnack wurde am 7. Mai 1851 in Dorpat in Estland, dem heutigen Tartu, südöstlich von Tallinn, geboren. Dorpat war eine bedeutende Hansestadt mit einer bewegten Geschichte. Hier begann Harnack seine Studien. Später studierte er in Leipzig und promo- vierte im Jahr 1873. Die Habilitation erfolgte bereits ein Jahr später. Die Leipziger Universität ernannte ihn bereits 1876 zum außerordentlichen Professor. Als Ordinarius für Kirchengeschichte wirkte er später in Gie- ßen (1879–1986), dann in Marburg (1886–1888) und schließlich in Berlin (1888–1924). Im Jahr 1914 wurde er auf Grund seiner Verdienste in den Adelsstand erhoben. Gestorben ist Adolf von Harnack am 10. Juni 1930 in Heidelberg. Wissenschaftlich...

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