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Wie von Gott reden?

Ansätze der Theologie im 20. Jahrhundert

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Hanjo Sauer

Das 20. Jahrhundert zeichnet sich durch tief greifende Umbrüche in der Theologie aus. In sehr unterschiedlichen Ansätzen suchen Theologen und Theologinnen unter den Bedingungen ihrer Zeit das Geheimnis Gottes zur Sprache zu bringen. In dreißig Porträts werden diese Ansätze mit besonderer Berücksichtigung der Verflechtung von Biografie und Werk kurz dargestellt. Neben ausführlichen Literaturhinweisen ist jeweils ein Originaltext beigefügt. So soll deutlich werden, welche Herausforderung es darstellt, authentisch von Gott zu reden.

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32. Leben zwischen Angst und Vertrauen. Eugen Drewermann (* 1940)

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32. Leben zwischen Angst und Vertrauen Eugen Drewermann (* 1940) Die Geschichte der Theologie im 20. Jahrhundert ist auch eine Geschich- te von zum Teil erbittert geführten Konflikten, die mit dem Ausscheiden aus der theologischen Zunft, ja sogar – wie im Fall Drewermanns – mit einem Kirchenaustritt endeten. Der Glaubwürdigkeit der Kirche haben solche Konflikte in aller Regel erheblich geschadet, auch wenn man in einer nüchternen Einschätzung nicht davon ausgehen kann, dass die Umstände, die zu einer Eskalation der Auseinandersetzungen geführt haben, nur einer Seite anzulasten sind. Drewermann hat unbestreitbar mit seiner Betonung der Psychologie und der Psychoanalyse Aspekte aufgezeigt, die, wie man umgangssprachlich sagt, „ans Eingemachte ge- hen“. Eine kritische Theologie wird sich seinen Anfragen stellen müssen und sie hat es zum Teil bereits getan. Insgesamt ist das umfangreiche Werk Drewermanns aus der deutschsprachigen Theologie des 20. Jahr- hunderts nicht wegzudenken. Einige biografische Hinweise: Eugen Drewermann wurde am 20. Juni 1940 als drittes Kind einer Bergmannsfamilie in Bergkamen im Ruhrge- biet geboren. Die Eltern führten eine konfessionsverschiedene Ehe: Der Vater war evangelisch, die Mutter katholisch. Wie viele Städte des Ruhr- gebiets war auch Bergkamen, eine Stadt, die heute etwa 50.000 Einwoh- ner hat, gegen Ende des Krieges schweren Luftangriffen ausgesetzt. Eine Katastrophe im Bergbau geschah im Jahr 1946. Auf der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 ereignete sich in einer Tiefe von über 900 Me- tern eine Schlagwetterexplosion, der 405 Bergleute zum Opfer fielen.1 1 Es wurde nie endgültig geklärt, ob es...

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