Show Less

Wertesysteme und Raumsemantik in den isländischen Märchen- und Abenteuersagas

Series:

Werner Schäfke

Diese Arbeit widmet sich der spätmittelalterlichen Erzählliteratur Islands, wie sie in den sogenannten Märchen- und Abenteuersagas in Erscheinung tritt. Die Untersuchung stellt diese etablierte Gattungseinteilung in Frage und schlägt eine Neustrukturierung des Textkorpus auf der Grundlage der vermittelten Werte und Normen vor, die im Fokus der Analyse stehen. Die Arbeit weist nach, dass die vor allem in der älteren Forschung als stereotype Schemaliteratur betrachteten Texte sich hinsichtlich der immanenten Wertesysteme als äußerst vielfältig erweisen. Das hierarchische Gefüge von Normen wird differenziert herausgearbeitet und literaturhistorisch kontextualisiert in Bezug auf die Identitätskonstruktion der Protagonisten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhaltsverzeichnis

Extract

I Einleitung ......................................................................................................................................... 1 1 Das Korpus ................................................................................................................................... 4 1.1 Genre-Termini und unscharfe Genre-Grenzen ........................................................................ 5 1.2 Textgrundlage und Datierungsproblematik ............................................................................. 8 2 Sozio-historischer Kontext ......................................................................................................... 12 3 Forschungsfragen ....................................................................................................................... 15 II Theorie und Methode ..................................................................................................................... 19 1 Literatursemiotik ........................................................................................................................ 19 1.1 Theoretisches Fundament ...................................................................................................... 20 1.2 Methodologie anhand einer Beispielanalyse ......................................................................... 38 2 Kulturhistorische Deutung .......................................................................................................... 47 2.1 Übertragbarkeit der Analyseergebnisse ................................................................................. 47 2.2 Raumsemantische Konstellationen und ihre Interpretation ................................................... 50 III Analyse der Einzeltexte .............................................................................................................. 57 1 Bósa saga ok Herrauðs .............................................................................................................. 61 1.1 Überblick ............................................................................................................................... 61 1.2 Die sujethafte Textschickt ..................................................................................................... 68 1.3 Das Werte- und Normensystem: interpretative Grenzziehung .............................................. 74 1.4 Personenkonzeption: Ein Aufscheinen der Moderne ............................................................ 84 1.5 Anbindung des Werte- und Normensystems ......................................................................... 88 1.6 Nicht nur Sex und Gewalt: zentrales Ereignis und discours ................................................. 95 2 Samsons saga fagra .................................................................................................................... 99 2.1 Überblick ............................................................................................................................... 99 2.2 Der discours: Jenseits der Abenteuerfahrt ........................................................................... 103 2.3 Die sujethafte Textschicht ................................................................................................... 104 2.4 Das Werte- und Normensystem : Die Herrscherbiographie als normgebendes Schema ..... 112 2.5 Anbindung des Werte- und Normensystems ....................................................................... 128 2.6 Personenkonzeption: Ein Held allein genügt nicht.............................................................. 137 3 Ectors saga ok kappa hans ....................................................................................................... 140 3.1 Überblick ............................................................................................................................. 141 3.2 Die sujethafte Textschicht ................................................................................................... 145 3.3 Der discours ........................................................................................................................ 157 3.4 Werte- und Normensystem: große Stärke ohne Übermut ................................................... 159 3.5 Personenkonzeption: einfache Inklusionsidentität .............................................................. 176 x Inhaltsverzeichnis IV Zusammenschau ....................................................................................................................... 179 1 Typen von Werte- und Normensystemen ................................................................................. 179 1.1 Die Herrscherbiographie: die unterschiedliche Wertigkeit von Adeligkeit ........................ 181 1.2 Relativierung, Problematisierung und Idealisierung aristokratischer Werte ....................... 182 1.3 Arten der Anbindung der Werte- und Normensysteme ....................................................... 183 2 Personenkonzeptionen .............................................................................................................. 184 3 Raumkonstellationen und Semantisierung konkreter Räume ................................................... 186 3.1 Mono-, Bi- und Polyzentralit...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.