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Essays im Spannungsbereich von Psychotraumatologie, Ästhetik und Wissenschaftstheorie

Mit einem Vorwort von Hartmann Hinterhuber und einem Geleitwort von Waltraut Cooper

Gerhard Bengesser and Susanne Bengesser

Psychotraumatologie kennt mehrere maximale Traumen. Das Miterleben eines tödlichen Suizids sowie das Verkraften des Todes eines Kindes werden in dieser Untersuchung besonders herausgearbeitet. In beiden Fällen sind Selbsthilfegruppen große Hilfen, da das Spiegeln im Schicksal anderer Gruppenmitglieder sehr hilfreich ist. Der Hauptteil des Buches geht der Frage nach, inwiefern der Satz von der engen Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn zu Recht besteht. Kurzbiographien durch die Autoren sollen helfen, dieser Frage empirisch näher zu rücken. Gesunde Genies wie Haydn werden Bruckner, Bachmann und anderen gegenübergestellt. Konklusion: Neurotische Verfassung kann nicht als Vorbedingung für hohe schöpferische Aktivität gesehen werden; dennoch: in Einzelgebieten wie Sucht und Suizid ist eine gewisse Häufung gegeben. In einem weiteren Kapitel wird die Thematik des Miterlebens eines tödlichen Suizids in der Familie erneut für Dichter gestellt: hat er durch seine Kapazität größere Fähigkeiten zum Verarbeiten? Die Frage wird verneint! Im letzten Essay wird die Sonderstellung der Psychologie im Konzert der Wissenschaften erörtert – besonders wird der historische Kontext, desweiteren Psychotherapie und Kunsttherapie berücksichtigt.

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INHALTSVERZEICHNIS

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Was schmerzt uns im Leben und lässt uns nicht los: Geschehen, die häufig Langzeitstörungen verursachen ........................................................................... 13 Einleitung ............................................................................................. 13 Traumata des Krieges .................................................................................. 14 Traumata des zivilen Lebens ....................................................................... 19 Besonderheiten der Suizidologie und der Hinterbliebenenproblematik im Vergleich zum Tod eines Kindes ................................................... 21 Tod eines Kindes ......................................................................................... 23 Gemeinsames in Psychodynamik und Therapie ......................................... 25 Nahe-Todeserfahrungen und ihre Interpretationen ..................................... 26 Kasuistiken ............................................................................................. 26 Neu aufgerollt: Genie und Wahnsinn. Inwiefern stimmt der Satz von der engen Verwandtschaft von Neurose und Schöpferkraft ..................................... 31 1. Kurze historische Raffung und Darstellung der Fokussierung oder Nicht-Fokussierung dieser Thematik in einer Epoche ......................... 32 2. Darstellung zweier Bewegungen, die dieser Theorie besonderes Interesse entgegenbrachten ................................................................... 36 3. Kern der Thematik und Kurzbiographien ............................................. 44 4. Konklusionen und psychopathologisches Facit ................................... 84 Dichter als Hinterbliebene eines tödlichen Suizids ............................................. 97 1. Darstellung der Problematik ................................................................. 97 2. Biographien ......................................................................................... 100 3. Resümee ........................................................................................... 106 12 Inhaltsverzeichnis Gedanken zur Sonderstellung von Psychologie und Psychotherapie – einerseits in ihrer historischen Entwicklung, anderseits im Spannungsfeld von Wissenschaft und Kunst .................................................... 113 1. Epochales .......................................................................................... 113 2. Allgemeines zum Verhältnis von Wissenschaft und Kunst zwecks Einordnung von Psychotherapie .......................................... 116 3. Stringenz und Stiltreue sowie Realitätstreue .................................... 117 4. Natur- kontra Geisteswissenschaften ................................................ 119 5. Neueres in der Psychotherapie .......................................................... 120 6. Frage nach Paradigma ....................................................................... 121 7. Sonderstellung ................................................................................... 121 8. Nuancen der philosophischen Position in Beziehung zur Psychologie ....................................................................................... 122 Frühere Bücher des Autors Gerhard Bengesser ................................................ 131

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