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Personalisierung in TV-Nachrichtensendungen

Eine Zeitreihenuntersuchung der Hauptabendnachrichtensendungen von ARD und RTL von 1983 bis 2005

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Christian Anders

Die Studie beschäftigt sich mit der Frage nach Personalisierungstendenzen in den Hauptnachrichtensendungen privater und öffentlich-rechtlicher Sendeformate am Beispiel von ARD und RTL. Theoretisch sprechen parteipolitische Veränderungen, solche in der Wählerschaft und ein aus der Dualisierung des Rundfunksystems unterstellter Konvergenzprozess beider Sendekonzepte für eine zunehmende Personalisierung. Empirisch lässt sich eine Zunahme an Personalisierung nachweisen. Insbesondere häufen sich Nachrichtensendungen und Nachrichtenbeiträge, in denen die Spitzenkandidaten von CDU und SPD visualisiert werden. In dem Maße, in dem dies geschieht, schwindet ein Kanzlerbonus in der Berichterstattung und eine Bedeutungszunahme eines sogenannten horse-race-journalism wird nachweisbar.

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C. Theoretische Fundierung

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[…] a reSearch project Should MaKe a Specific contribution to an identifiable Scholary literature by increaSing our collective ability to conStruct verified Scientific explanationS of SoMe aSpect of the world (King u. a. 1994: 15). 2 Medien der Politikvermittlung Als wie bedeut- und wirksam die Parteien ihre Wahlkampfkommunikation erachten, wird unter anderem mit Blick auf deren enorme finanzielle Ausga- ben in diesem Bereich deutlich (hetteriCh 2000: 222 ff./Klingemann/Voltmer 1998: 396). Die Stimmen und das Interesse der Wähler werden von den Parteien unter anderem mittels Wahlkampagnen gewonnen. Der Begriff der Kampagne ist dabei jedoch nicht unbedingt ein feststehend. Er wird sowohl in der Fachlite- ratur wie auch in der nichtwissenschaftlichen Literatur unterschiedlich gebraucht (planK 2002: 65). Kampagnen werden benötigt, um Wahlen gewinnen zu können. Hierbei spielt das Wählerver- halten, wie es sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, die entscheidende Rolle (planK 2002: 67). Entlang unterschiedlicher Kriterien können die zahlreichen Kampagnearten der Parteien, wie etwa bei planK (2002), ausdifferenziert und voneinander abgegrenzt werden. 2.1 Wirkung und Verzerrung von Politikvermittlung Die Kampagnearten sollen vorab anhand unterschiedlicher Kriterien geordnet werden. So ist zunächst davon auszugehen, dass der von den Parteien im Rahmen ihrer Wahlwerbung zu vermittelnde Inhalt durch unterschiedliche Aspekte ver- zerrt wird. „[T]he transmitted image is not always the perceived image“ (Kotler 1975: 379). Bedeutsamer als die unmittelbare Wahlkampfkommunikation der Parteien erscheint für diese die mittelbare Wahrnehmung seitens der Wählerschaft (Stroh- 50 Meier 2002: 134). Diese Diskrepanz zwischen Darstellung der Parteien und Wahr- nehmung...

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