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Personalisierung in TV-Nachrichtensendungen

Eine Zeitreihenuntersuchung der Hauptabendnachrichtensendungen von ARD und RTL von 1983 bis 2005

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Christian Anders

Die Studie beschäftigt sich mit der Frage nach Personalisierungstendenzen in den Hauptnachrichtensendungen privater und öffentlich-rechtlicher Sendeformate am Beispiel von ARD und RTL. Theoretisch sprechen parteipolitische Veränderungen, solche in der Wählerschaft und ein aus der Dualisierung des Rundfunksystems unterstellter Konvergenzprozess beider Sendekonzepte für eine zunehmende Personalisierung. Empirisch lässt sich eine Zunahme an Personalisierung nachweisen. Insbesondere häufen sich Nachrichtensendungen und Nachrichtenbeiträge, in denen die Spitzenkandidaten von CDU und SPD visualisiert werden. In dem Maße, in dem dies geschieht, schwindet ein Kanzlerbonus in der Berichterstattung und eine Bedeutungszunahme eines sogenannten horse-race-journalism wird nachweisbar.

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EmpirischE TaTbEsTändE könnEn durch dEn VEr- glEich auf analyTischE konzEpTE bEzogEn wErdEn, bishEr unbEkannTEs kann miT hilfE dEs VErglEichs miT bEkannTEm EingEschäTzT und das bEsondErE hErVorgEhobEn wErdEn […] (Jahn 2006: 159). 5 Konzeption und Methodik 5.1 Untersuchungszeitraum Hinsichtlich des Untersuchungszeitraums orientiert sich die Arbeit an einer Untersuchung von wilkE und rEinEmann (2000). Während der Endpunkt stets durch den Wahltermin selbst begrenzt ist, gibt es kein ähnlich eindeutiges Kriterium für den Beginn. Wohl könnte interessant sein, bereits den Zeitpunkt, zu dem jeweils über die Kanzler-Kandidatur entschieden wurde, in eine solche Untersuchung aufzunehmen. Doch würde das unweigerlich zu einer nur schwer zu bearbeitenden Menge und Streuung des Untersuchungsmaterials führen. Andererseits spricht man in den letzten drei bis vier Wochen vor dem Wahltag gern von der „heißen“ Phase des Wahlkampfs. Da sich in dieser Zeit die Wahlkampfberichte erfahrungsgemäß erst richtig häufen, entschieden wir uns dafür, den Politikteil der genannten Medien aus den letzten vier Wochen vor dem Wahl- tag zu untersuchen. Das mag hinsichtlich des gesamten Wahlkampfes vielleicht ein spätes Datum sein, verspricht aber ein dem Umfang nach zugängliches, inhaltlich fokussiertes, aber nicht überbordendes Material für die Untersuchung (wilkE/rEinEmann 2000: 21). Die vorliegende Untersuchung macht sich im Hinblick auf den Untersuchungs- zeitraum die Überlegungen von wilkE und rEinEmann mit einer Einschränkung zu Eigen. Denn entgegen der Untersuchung von wilkE und rEinEmann, die auch den Wahltermin selbst in die Untersuchung aufgenommen haben, soll dieser Aspekt von der vorliegenden Arbeit ausgespart...

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