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Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?

Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik in Regensburg (15.-18. Juni 2011)

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Edited By Julia Blandfort, Magdalena Silvia Mancas and Evelyn Wiesinger

Die Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik «Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?» führen die Schriftenreihe Forum Junge Romanistik, die seit 2012 im Peter Lang Verlag erscheint, fort. Im Spannungsfeld zwischen Fremdem und Eigenem, Anpassung und Abgrenzung, spielen Minderheiten im gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs aktuell eine große Rolle. Dieser Tendenz folgt dieser Band aus einer romanistischen Perspektive. In zwei Themenblöcken beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren aus den romanistischen Disziplinen der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft ebenso wie der Fachdidaktik mit dem Thema Minderheiten. Das erste Themenfeld «Identitäten der Fremde – Fremde Identitäten» widmet sich den Zusammenhängen zwischen Identität, Kultur und Sprache sowie kollektiver und individueller Minderheitenerfahrung. Im zweiten Teil des Bandes «Migrationen: Minderheiten zwischen Annäherung und Abgrenzung» liegt der Schwerpunkt auf Minderheitenkonstellationen, die durch Migration entstanden sind. Untersucht werden neben poetologischen und ästhetischen Fragestellungen auch (sozio-)linguistische Konsequenzen von Migration.

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Sardisch zwischen Sprache und Dialekt: Susanna Gaidolfi (Eichstätt)

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111 Sardisch zwischen Sprache und Dialekt Susanna Gaidolfi (Eichstätt) Il sardo come lingua minoritaria fa parte sì delle lingue e non dei dialetti, essendo riconosciuto uffi- cialmente come lingua pari a quella italiana. Allo stesso tempo però è subordinato alla lingua na- zionale come le altre varietà regionali dell’Italia, ossia i dialetti. Possiamo dire quindi che si trova in una posizione intermedia, e questa posizione suscita una domanda: quali sono i motivi per cui un idioma è considerato lingua oppure dialetto? In questo articolo si esamineranno le diverse pro- spettive di questa differenziazione: la prospettiva etica, quella dei linguisti, e la prospettiva emica, cioè quella dei parlanti, su cui sarà incentrato l’articolo. I due punti di vista usano criteri diversi per la loro caratterizzazione? 1. Einleitung Linguistisch gesehen ist es völlig unstrittig, dass Sardisch eine eigenständige Spra- che ist, aber politisch-kulturell wird es eher als ‚Dialekt‘ des Italienischen wahrge- nommen. […] Das Sardische, die größte Minderheitensprache in Italien, hat es schwer, als eigene Sprache anerkannt zu werden. (Bossong 2008, 225) In dieser Aussage wird die Gratwanderung deutlich, die das Sardische gezwungenermaßen unternimmt: Linguisten und Sprecher nehmen dies unterschiedlich wahr. Worauf können diese Unterschiede zurückgeführt werden? Welche Kriterien benutzen die Gruppen für die jeweilige Defi- nition? Um dies zu klären, werden nach einer kurzen Darstellung der sprachlichen Situation Sardiniens zuerst die theoretischen Grundlagen dargelegt: die Unterscheidung zwischen Sprache und Dialekt und die Be- schreibung mehrsprachiger Gemeinschaften. Dann folgen die Ergebnisse einer Studie, die sich...

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