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Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?

Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik in Regensburg (15.-18. Juni 2011)

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Edited By Julia Blandfort, Magdalena Silvia Mancas and Evelyn Wiesinger

Die Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik «Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?» führen die Schriftenreihe Forum Junge Romanistik, die seit 2012 im Peter Lang Verlag erscheint, fort. Im Spannungsfeld zwischen Fremdem und Eigenem, Anpassung und Abgrenzung, spielen Minderheiten im gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs aktuell eine große Rolle. Dieser Tendenz folgt dieser Band aus einer romanistischen Perspektive. In zwei Themenblöcken beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren aus den romanistischen Disziplinen der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft ebenso wie der Fachdidaktik mit dem Thema Minderheiten. Das erste Themenfeld «Identitäten der Fremde – Fremde Identitäten» widmet sich den Zusammenhängen zwischen Identität, Kultur und Sprache sowie kollektiver und individueller Minderheitenerfahrung. Im zweiten Teil des Bandes «Migrationen: Minderheiten zwischen Annäherung und Abgrenzung» liegt der Schwerpunkt auf Minderheitenkonstellationen, die durch Migration entstanden sind. Untersucht werden neben poetologischen und ästhetischen Fragestellungen auch (sozio-)linguistische Konsequenzen von Migration.

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Senza voce? Paula Schöpfs Lyrik im Spannungsfeld von Sprechen und Schweigen: Julia Blandfort (Regensburg)

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189 Senza voce? Paula Schöpfs Lyrik im Spannungsfeld von Sprechen und Schweigen Julia Blandfort (Regensburg) A traverso le loro opere gli scrittori Rom rendono visibili la loro appartenenza a una minorità. Rompono dunque con una tradizione dell’ ‚invisibilità‘ che ha caratterizzato l’esistenza di questo popolo per secoli. Dal medioevo i Rom vivono una situazione di delimitazione reciproca. Non solo vengono marginalizzati dalla società maggioritaria ma si includono pure se stessi sul loro gruppo. Anche la scrittura fa parte di questa strategia di limitazione verso l’esterno. L’articolo investiga quest’area conflittuale all’esempio della poetessa Paula Schöpf. La sua poesia La mendicante dei sogni ci permette analizzare come le referenze metaliriche e gli aspetti culturali rom rendono visibi- le l’appartenenza sia alla tradizione letteraria sia al gruppo dei Rom. Indem Roma schriftstellerisch tätig werden, machen sie sich sichtbar und brechen mit einer Tradition der ‚Unsichtbarkeit‘, die ihr Dasein über ei- nen sehr langen Zeitraum geprägt hat. Der folgende Beitrag geht diesem Wandel nach und untersucht ihn am Beispiel des 1997 in Bozen erschie- nenen Gedichtbandes La mendicante dei sogni. Versi senza voce di una zingara der Sintizza Paula Schöpf.1 Es wird dabei die These entwickelt, dass in ihren Gedichten zentrale Lebensweisen der Roma thematisiert werden und ihnen symbolischer Wert gegeben wird. Diese kulturellen Merkmale haben das Potential, sich zu „Erinnerungsfiguren“ (Assmann 1992) zu konkretisieren und dazu beizutragen, ein kulturelles Gedächtnis der Ro- ma schriftlich zu fixieren. Im Werk von Paula Schöpf fällt auf, dass Roma-spezifische...

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