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Normierung auf dem Prüfstand

Untersuchung zur Kommasetzung im Deutschen

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Marlon Berkigt

In der Orthografieforschung ist größtenteils anerkannt, dass die Kommasetzung im Deutschen auf syntaktische Regularitäten zurückzuführen ist, die im Schriftsystem verankert sind. Mit der Reform der deutschen Rechtschreibung 1996 wurden jedoch Kommasetzungsnormen eingeführt, die diesen schriftsystemimmanenten Regularitäten nicht immer folgen. Dieser Kontrast zwischen Schriftsystem und Normsystem führt oftmals zu Schwierigkeiten bei den Sprachbenutzern, die vor allem bei nicht syntaktisch motivierten Normen besonders anfällig für Kommasetzungsfehler sind. Der Autor untersucht, wie kompetente Schreiber Kommasetzung innerhalb problematischer Konstruktionen anwenden: Werden durchgängig die kodifizierten, aber zum Teil schriftsystemwidrigen Kommasetzungsnormen übernommen oder ist ein vermehrtes normwidriges, aber schriftsystemkonformes Kommasetzungsverhalten festzustellen? Die Ergebnisse dieser Arbeit sind unter anderem für die Klärung allgemeiner Fragen, die das Verhältnis zwischen System und Norm beschreiben, von hoher Relevanz.

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Vorwort

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5 Vorwort Ich verlasse mich immer auf mein Bauchgefühl. Diese Reaktion erhielt ich mit weitem Abstand am häufigsten, wenn ich über das Projekt berichtete, welches mich nun zwei Jahre lang begleitet hat. Umso mehr spornte es mich aber auch an, mich weiterhin intensiv mit diesem facettenreichen Forschungsgebiet ausei- nanderzusetzen: der Kommasetzung im Deutschen. Viele, nicht mehr zu beziffernde Stunden mit über 30.000 kontextual nicht zusammenhängenden Sätzen zu verbringen und diese bezüglich der norm- bzw. schriftsystemkonformen Kommasetzung zu untersuchen haben eine hohe per- sönliche Motivationsleistung gefordert und zeitweise auch Kraft gekostet. Bei allen Menschen, die mich während dieser wissenschaftlichen Reise begleitet und sowohl fachlich als auch emotional unterstützt haben, möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Mein erster Dank gebührt meinen Eltern, deren Zuspruch und langjährige Unterstützung meine Promotion überhaupt erst möglich gemacht haben. Danken möchte ich auch den vielen mir nahestehenden Menschen – im Besonderen Igor Fehlert –, die mein immenses Mitteilungsbedürfnis ertragen haben, in vielen Momenten auf meine Anwesenheit verzichten mussten, aber stets in den richti- gen Momenten für die nötige Ablenkung jenseits der Kommasetzung gesorgt haben. Mein größter Dank geht an meine Doktormutter Beatrice Primus, die die Fertigstellung meiner Dissertation mit ihrem jahrelangen, geduldigen und kriti- schen Beistand, mit intensiven Gesprächen und mit vielen überzeugenden Ideen überhaupt erst möglich gemacht hat. Widmen möchte ich die vorliegende Arbeit meinem Großvater Udo Berkigt. Leider hat er, aufgrund seiner schwerwiegenden Krankheit,...

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