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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Edited By Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Es fing damit an, daß wieder einmal eine Stelle kassiert worden war. Zwar hatte der Amtsinhaber nicht gerade zur Crême de la Crême der Disziplin gehört – aber immerhin doch redlich über Vergangenes in Wirtschaft und Gesellschaft ge- forscht und vorgetragen. Infolgedessen räsonierten im kleineren Kreis alte Kna- ben, man müsse gegensteuern, die Öffentlichkeit ansprechen, also publizieren. Ein Gemeinschaftswerk – möglichst europäisiert oder gar globalisiert – solle bei einem noch zu findenden Anlaß erscheinen, um Bestehen und Bedeutung der Disziplin zu bezeugen. Da an eine Aktion nicht ad calendas graecas gedacht war, wurde 2012 als Ziel- jahr gewählt und nach einem äußeren Anlaß Ausschau gehalten: Der Alte in Pots- dam hätte dann seinen 300. Geburtstag. Nicht überall als der Große geachtet, stan- den solcher Wahl die Bauchgrimmen der Austriaci gegenüber, die unbedingt mit ins Boot sollten und wollten. Schließlich war ja einst die Wirtschafts- und Sozialge- schichte als akademische Disziplin in den beiden deutschen Kaiserreichen gegrün- det worden. Indessen bot sich gerade Berlin als Ausgangspunkt besonders an, war es doch lange Zeit Nahtstelle zweier Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme gewe- sen, die sich mit ihren Ideologien auch auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichts- schreibung ausgewirkt hatten – und durchaus nicht zu deren Schaden. Eine Kommission müsse her, ein Schriftführer mit internationalem Hintergrund sei zu benennen und ein Rundbrief zu verschicken. Wer sich nicht mit den zeitli- chen Ansprüchen von Kindern und Enkeln an ihn herausreden konnte, ähnliches vor Jahren schon...

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