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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Nationalsozialismus, Arbeiterschaft und Straßenkampf in Berlin während der Weimarer Republik: Masahiro Harada

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264 Wailand, G. Die Reichen und Superreichen in Österreich. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1977. Zierold, M. Gesellschaftliche Erinnerung. Eine medienkulturwissenschaftliche Perspektive. Berlin, New York: de Gruyter 2006. www.manner.com. 265 Nationalsozialismus, Arbeiterschaft und Straßenkampf in Berlin während der Weimarer Republik Masahiro Harada Einleitung Die in den letzten Jahren durchgeführten Forschungen über den Nationalsozia- lismus in der Weimarer Republik machten deutlich, dass auch zahlreiche Arbei- ter den Nationalsozialismus aktiv unterstützten. Die vorliegenden Arbeiten kon- zentrierten sich auf die Nationalsozialistische Betriebszellen-Organisation (NSBO) und die Sturmabteilung der NSDAP (SA) und zeigten deren Potential bei der Gewinnung der Arbeiterschaft für den Nationalsozialismus.1 Damit wird die Vorstellung, die Arbeiterschaft in der Weimarer Zeit habe insgesamt gesehen ein klares Klassenbewußtsein gehabt und sei innerhalb des sozialistischen Mi- lieus verankert gewesen, allmählich revidiert. „Arbeiter“ unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konfession, der regionalen Ansässigkeit, der Art der Produk- tionsverhältnisse, des Berufes und auch des jeweiligen politischen Interesses. Der Begriff „Arbeiter“ ist daher sehr vieldeutig und die organisierten und sehr klassenbewußten Arbeiter sind folglich nicht identisch mit der „Arbeiterschaft“. So waren nur 30% der Arbeiterschaft Industriearbeiter, bei denen das Klassen- bewußtsein am stärksten war: nur bestimmte Teile der Arbeiterschaft hatten „Immunität“ gegen den Nationalsozialismus.2 Zum Problem der Integrierung der deutschen Arbeiter in den Nationalsozialismus hat Gunther Mai 1984 festge- stellt: „Die Machtergreifung des Nationalsozialismus (...) war ohne die weitgehend passive Hinnahme und zugleich auch die aktive Unterstützung durch weite Teile 1 Wenn man die Arbeiter in der...

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