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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Edited By Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Fremde in der Arbeitswelt im frühen Griechenland: Ernst Kluwe

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514 schaftssystem stalinistischer Prägung erwies sich für eine bestimmte Entwick- lungsphase der Weltwirtschaft durchaus als vorteilhaft. In einer Zeit, in der Kri- sen, Instabilität und der Zerfall des Weltmarktes vorherrschten, wandelte sich die zunächst ungünstige ökonomische Isolation der Sowjetunion Ende der 1920 Jahre zu ihrem Vorteil. Wie Eric Hobsbawn bemerkte: „Die Sowjetunion er- schien sich immun gegen die gigantische Wirtschaftsdepression erwiesen zu haben, die die kapitalistische Weltwirtschaft nach dem Börsenkrach von 1929 verwüste- te.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg trat die Weltwirtschaft in eine neue Phase. Mit dem lang anhaltenden Wirtschaftsaufschwung war ein erneutes Wachstum des Kapitals über die Grenzen des Nationalstaates hinaus verbunden, wobei die In- ternationalisierung diesmal wesentlich weiterging als in der Phase bis zum Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit einer neuen internationalen Arbeitsteilung wandelte sich der Vorteil einer vom Weltmarkt abgeschotteten Entwicklung immer mehr zum Nachteil. Die zuvor günstige, enge formelle Verknüpfung von Politik und Öko- nomie wurde für die erforderliche Umstrukturierung des Verhältnisses zwischen Staat und Kapital, die die Internationalisierung der Weltwirtschaft erforderte, nun zum großen Hindernis. Die Mikroelektronik demonstrierte, dass, je stärker es zu einer globalen Produktentwicklung kam, umso offensichtlicher die autarke Industriepolitik der DDR unterlag. Lothar Baar mag mit dieser Erklärung vielleicht nicht vollständig mitgehen. Überzeugt ist er jedoch, dass die DDR-(Wirtschafts)Geschichte nicht die Ge- schichte eines kontinuierlichen Niedergangs ist. So gab es nach ihm „primäre und sekundäre Faktoren“, die genau gegen einen solchen Niedergang sprechen:...

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