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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Diskontinuierliche Entwicklung dertschechoslowakischen/tschechischen Landwirtschaftvon 1918 bis zur Gegenwart: Václav Prucha

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839 Diskontinuierliche Entwicklung der tschechoslowakischen/tschechischen Landwirtschaft von 1918 bis zur Gegenwart Václav Pr�cha Die tschechische und slowakische Landwirtschaft machten seit der Entstehung der Tschechoslowakei im Oktober 1918 bis zur Gegenwart eine ungleichmäßige Entwicklung durch, sowohl in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse, als auch die Zahl der Arbeitskräfte, das Volumen und die Struktur der Produktion sowie die Stellung des Zweiges in der ganzen Volkswirtschaft. Charakteristische Entwick- lungsetappen können etwa folgendermaßen festgelegt werden: 1918-1928 Überwindung der Kriegsfolgen, Realisierung der Bodenreform und Stabilisierung der Verhältnisse im Bereich der Landwirtschaft. 1929-1938 Agrarkrise, ihre sozialen Folgen und Auswirkungen auf die Produk- tionsstruktur, Verstärkung des staatlichen Interventionismus. 1938-1945 Landwirtschaft in den Bedingungen der Kriegswirtschaft und Ein- gliederung in die deutsche Großraumwirtschaft (bei Verschiedenheit der fünf Gebiete der desintegrierten Tschechoslowakei). 1945-1948 Nachkriegswiederherstellung der Erzeugung, Enteignung des Bo- dens der Staatsfeinde, ihre Zuteilung zu den Landwirten und Been- digung der Vorkriegsreform. 1949-1965 Sozialisierung der Landwirtschaft durch die Kollektivierung der Landwirte und Expansion der Staatsgüter, gewaltige Abnahme der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und ein langsames Wachstum der Produktion. 1966-1989 Dynamische Entwicklung der Produktion bis zur fast vollen Deckung des relativ hohen Lebensmittelbedarfs durch eigene Produktion, zwi- schenbetriebliche Integration innerhalb des Agrarsektors. 1990-2010 Transformationsprozess in der Tschechoslowakei und nach der Tei- lung des Staates (1993) in der Tschechischen Republik. Die Ände- rung der Eigentumsverhältnisse durch Privatisierung und Restitutio- nen begleitete ein Produktionseinbruch. Zu den spezifischen Zügen der tschechoslowakischen Landwirtschaft gehörten die Unterschiede zwischen den b...

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