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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Edited By Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Versicherungstechnik und Versicherungsmathematik im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Lebensversicherung und private Krankenversicherung im Vergleich: Margarete Wagner-Braun unter Mitarbeit von Jurij Klier

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1131 Versicherungstechnik und Versicherungsmathematik im 19. und frühen 20. Jahrhundert Lebensversicherung und private Krankenversicherung im Vergleich Margarete Wagner-Braun unter Mitarbeit von Jurij Klier 1. Einleitung Alle Versicherungsunternehmen lassen sich auf drei Wurzeln zurückführen: auf genossenschaftliche Zusammenschlüsse, auf staatliche Initiative und auf Unter- nehmensgründungen auf kaufmännischer Grundlage. Den vorindustriellen Versi- cherungsmarkt dominierten die Organisationen der beiden erstgenannten Katego- rien fast vollständig. Die staatliche bzw. landesherrliche Initiative führte in die öffentlich-rechtliche Betriebsform, die vor allem in der Brandversicherung an- zutreffen war. Die auf Zünfte zurückgehenden regional tätigen und genossen- schaftlich organisierten Unterstützungskassen wurden im Laufe des 19. Jahrhun- derts zum Großteil in Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit überführt. Die Versicherung auf kaufmännischer Grundlage schließlich verdankte ihre Entste- hung den Bedürfnissen des modernen Handelsverkehrs und erlebte deshalb par- allel zur Industrialisierung erst ab dem 19. Jahrhundert ihren Aufschwung.1 Im privaten Versicherungswesen gab und gibt es im Wesentlichen zwei Betriebs- formen bzw. Rechtsformen: Die Unterstützungskassen zusammen mit den Versi- cherungsvereinen auf Gegenseitigkeit2 und die Aktiengesellschaften. Diese bei- den Grundtypen unterschieden sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert ganz we- sentlich voneinander was die Stellung der Mitglieder innerhalb der Versicherten- gemeinschaft betrifft, aber auch in der Leistungspraxis und in der Beitrags- bzw. Prämiengestaltung.3 1 Vgl. Wagner-Braun Margarete, Der Finanzplatz Leipzig im Deutschen Reich (1871/76-1945), in: Denzel Markus A. (Hrsg.), Geschichte des Finanzplatzes Leipzig, Stuttgart 2012, im Erscheinen. 2 Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit erhielt seine moderne und auf...

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