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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Edited By Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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„Und keiner dem anderen sein Zeichen Nachschlagen solle ...“Bergische Warenzeichenpraxis im 18. und 19. Jahrhundert– Anspruch und Wirklichkeit: Horst A. Wessel

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1201 „Und keiner dem anderen sein Zeichen Nachschlagen solle ...“ Bergische Warenzeichenpraxis im 18. und 19. Jahrhundert – Anspruch und Wirklichkeit Horst A. Wessel Warenzeichen sind wichtige immaterielle Wertschöpfer in einem Unternehmen. Das wird anschaulich, wenn man deren werbetechnische Ausprägung, die Marke, betrachtet. Marken wie Persil, Penaten, Nivea und Coke dürften einen bedeutenden, wenn nicht sogar den größten Teil des Wertes ihrer Unternehmen ausmachen.1 Nivea, ursprünglich die Bezeichnung für eine Hautcreme, steht inzwischen für ganze Pflegeserien. Deshalb werden Marken seit einigen Jahren von immer mehr Unternehmen aktiviert und in der Bilanz ausgewiesen. Der Zwilling bezeichnet ebenso eindeutig den Klingenfabrikanten J. A. Henckels wie die gekreuzten Schwerter den Hersteller von Rasierklingen Wilkinson, beide aus Solingen, der Mercedes-Stern das Unternehmen Daimler-Benz, die vier ineinander geschlun- genen Kreise Audi und der Kreis, in dem sich blaue und weiße Viertel abwech- seln, BMW. Höhensonne, Tempo, Maggi, Melitta stehen sogar im allgemeinen Sprachgebrauch und -verständnis für vergleichbare Erzeugnisse anderer Hersteller. Diese Marken sind nicht nur bekannt, sondern garantieren auch herausragende und gesuchte Qualität. Es ist bezeichnend für den enormen Wert dieser Zeichen, dass vor einigen Jahren die Übernahmeverhandlungen um die insolvente Agfa-Photo GmbH we- gen eines Markenstreits ins Stocken gerieten. Wegen der ungeklärten Marken- rechte gab es zwar Interessenten, aber zunächst kein verbindliches Angebot. Einer der ursprünglich Übernahmewilligen stieg wegen des Streits um die Tradi- tionsmarke bereits kurz nach Aufnahme der Übernahmeverhandlungen wieder aus. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete damals mit...

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