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Zwischen Schweigen und Schreiben

Interdisziplinäre Perspektiven auf zeitgeschichtliche Jugendromane von Kirsten Boie und Gina Mayer

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Edited By Norman Ächtler and Monika Rox-Helmer

Im Zentrum des Bandes stehen die Historischen Jugendromane Ringel, Rangel, Rosen von Kirsten Boie und Die verlorenen Schuhe von Gina Mayer. Die Autorinnen gehören zu den wichtigen Vertreterinnen der aktuellen zeitgeschichtlichen Kinder- und Jugendliteratur; ihre Romane behandeln Themen, die die deutsche Geschichts- und Erinnerungskultur entscheidend prägen: Nationalsozialismus, Holocaust und Nachkriegszeit. Der Band bringt literatur- und geschichtswissenschaftliche, sprach- und erziehungswissenschaftliche sowie fachdidaktische Studien zusammen, die die Texte von Kirsten Boie und Gina Mayer aus den jeweiligen Perspektiven heraus untersuchen. Ziel des Bands ist es, an den Romanbeispielen exemplarisch die unterschiedlichen Zugangsweisen der einzelnen Disziplinen zu zeitgeschichtlichen Erzähltexten der Kinder- und Jugendliteratur zu kontrastieren und interdisziplinäre Kreuzungspunkte aufzuzeigen.

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III. Interviews

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  III. Interviews   143  „Geschichte kann in einem Roman realistischer   rübergebracht werden.“   Ein kommentiertes Gespräch mit Jugendlichen über   Die verlorenen Schuhe und Ringel, Rangel, Rosen  Im Rahmen des Gießener Projekts zum zeitgeschichtlichen Jugendroman waren Lisa (8. Klas‐ se) Annika, Sophie (beide 9. Klasse) und Lena (Eingangsstufe der gymnasialen Oberstufe) zu  einer Diskussion über die Romane von Kirsten Boie und Gina Mayer eingeladen. Der Aus‐ tausch mit den  jungen Leserinnen verfolgte  zwei Ziele: Allgemein ging es darum, die Sicht  der primären Adressatengruppe von Historischen Jugendromanen auf die Texte, ihre Inhalte  und medialen  Verfahren  kennenzulernen.  Darüber  hinaus  zeigte  sich,  dass  die  Rezipien‐ tenperspektive  die  verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze  in wichtigen  Punkten  zu  er‐ gänzen  vermochte  und  zu weiterführenden Überlegungen  führte. Die  Fragen  der Wissen‐ schaftler regten  interessante Reflexionen der Jugendlichen an, u.a. über das Verhältnis von  literarischem  Text  und  geschichtlichem  Stoff,  über  Figurengestaltung  und  Leserempathie,  Erzählstruktur und Paratexte  sowie über historische  Lernprozesse, die  für das Rezeptions‐ verhalten  jugendlicher  Leserinnen und  Leser  gegenüber Historischen  Jugendromanen  sehr  aufschlussreich  sind. Die unten  stehenden Kommentare der Autorinnen und Autoren  zum  Schülergespräch verweisen darauf. Das Gespräch über Ringel, Rangel, Rosen und Die verlo‐ renen Schuhe wird –  inhaltlich etwas gerafft und sprachlich  leicht geglättet –  im Folgenden  dokumentiert:  KATRIN LEHNEN: Herzlichen Dank an euch, Lisa, Annika, Sophie und Lena, dass ihr  gekommen seid!  VADIM OSWALT:  Ihr habt die gleichen Romane gelesen wie wir: Ringel, Rangel,  Rosen von Kirsten Boie und Die verlorenen Schuhe von...

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