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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Corporate Activity

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Ronald Wadsack I. Betriebssport als Ursprung; II. Corporate Activity als Teil des betrieblichen Ge- sundheitsmanagement; III. Einbindung in die Personalwirtschaft; IV. Ökonomische Begrün- dung von Corporate Activity. I. Betriebssport als Ursprung Corporate Activity bedeutet die Renaissance des Themas „Betriebssport“ in Deutschland, wenn auch in anderen Organisationsformen. Aufgrund der Arbeits- marktsituation in Deutschland und der demografischen Entwicklung kommen verschiedene Unternehmen zunehmend zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema körperliche Aktivierung im Dienste der Mitarbeitergesundheit. In den 1920er Jahren entwickelten sich Anfänge des Betriebssports in Deutschland in Form der Einrichtung von Sportstätten für selbst organisierte Aktivitäten der Mitarbeiter (vgl. Luh 1998). Einen zweiten Aufschwung erhielt diese Entwick- lung nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei dominierte in weiten Teilen der orga- nisierte Betriebssport, der sich unter dem Dach des DSB organisierte (vgl. Tofarn 1992, 44f.). „Als Betriebssport (…) sind demnach sportliche Aktivitäten zu bezeichnen, die ganz überwiegend für die Arbeitnehmer eines Betriebes bzw. von diesen selbst organisiert werden, an denen auch Pensionäre, Angehörige und in Ausnahmefällen auch Betriebsfremde teilnehmen können und bei denen Gesundheitsvorsorge, Entspannung, Spiel und/oder Geselligkeit im Mittelpunkt stehen, …“ (Tofarn 1992, 53). Die Unterteilung von Betriebssport erfolgt typischerweise in Formen, wel- che durch die Arbeitnehmer organisiert werden (ungebundene Betriebssport- gruppen, organisierte Betriebssportgemeinschaften, betriebsnaher Sportverein) oder von den Unternehmen initiierte Formen (Bewegungspause am Arbeitsplatz, Auszubildendensport, verbandsungebundener Betriebssport). II. Corporate Activity als Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagement In den letzten Jahren hat das Thema Gesundheitsmanagement im Unternehmen eine neue Aufmerksamkeit erlangt. Es bezieht sich dabei...

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