Show Less

Handwörterbuch des Sportmanagements

Series:

Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Internationales Sportmanagement

Extract

Gerhard Trosien I. Historische Entwicklungspfade, II. Strukturen, III. Produktion, Handel, Dienstleistungen im globalen Kontext, IV. Expansion, Übernahmen, Mega-Events, Sport-Import-Export-Relation. I. Historische Entwicklungspfade Sport kann als ein Lebensbereich verstanden werden, der sich von Beginn der Moderne an internationalisiert. So wird der Begriff Sport heute global als Über- begriff vielfältiger Aktivitäten genutzt. Natürlich haben Sportarten ihre kultu- rell-lokalen Wurzeln. Die antiken Olympischen Spiele haben bereits einen ho- hen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad besessen, sodass ein durchaus professi- onell zu nennendes Athletentum vorhanden war. Golf mit seinem Ursprungsort St. Andrew in Schottland hat dort eine jahrhundertealte Tradition, doch die Mit- nahme der Gewohnheiten in andere Länder bzw. Kontinente hat früh dazu ge- führt, dass sich Sportarten ausbreiten konnten. Fußball ist beispielsweise durch junge Männer überall bekannt geworden, die – vom „Mutterland des modernen Sports“ England – als Kaufleute, Studenten oder Seemänner länger in anderen Ländern waren (z. B. Fußball in Brasilien oder Deutschland). Auswanderungen haben zudem dazu geführt, dass Sportarten „mitgenommen“ und in der neuen Heimat fortgeführt wurden (Deutsches Turnen z. B. in den USA) (siehe auch Guttmann 1979). Judo beispielsweise hat sich dagegen aus der relativ „geschlos- senen“ Gesellschaft Japans erst spät international ausgebreitet und ist daher auch spät in der „olympischen Familie“ angekommen. Cricket dagegen ist zwar recht früh durch Großbritannien in dessen Kolonien bekannt geworden und ist dort bis zum heutigen Tag populär, hat jedoch eine Globalisierung (noch) nicht ge- schafft. Auf der Basis...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.