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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Kooperenz

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Dirk Mazurkiewicz & Lutz Thieme I. Verständnis; II. Kooperenz im sportlichen Wettbewerb. I. Verständnis Eine Besonderheit der Sportbranche wird mit dem Begriff der Kooperenz be- schrieben. Als Kooperenz wird die „Simultanität von Kooperation und Konkur- renz“ (Woratschek 2004, 9; vgl. auch Woratschek 2002, 15; Frick & Wagner 1998) bezeichnet, die beispielsweise das Agieren von Vereinen (Sportverein) im Rahmen der sportlichen Auseinandersetzung mit anderen Vereinen kenn- zeichnet. So kann eine Meisterschaft zwischen mehreren konkurrierenden Mannschaften oder Einzelsportlern verschiedener Vereine nur auf Grund von kooperierendem Handeln der Vereine ausgetragen werden (Heinemann 1984, 10). Die konkurrierenden Vereine ordnen sich mit ihren Mannschaften oder Ein- zelsportlern einem gemeinsam vereinbarten Spiel- oder Wettkampfmodus und einer einheitlichen Wettkampforganisation unter. Gleichzeitig konkurrieren die- se Mannschaften oder Einzelsportler um sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Innerhalb der sportökonomischen Forschung wird dieses Phänomen als ein spe- zifisches Merkmal der Sportbranche (Woratschek 2004, 9) bzw. der Ökonomie des Sports (Heinemann 1984, 10) betrachtet (vgl. auch Franck 1995, 8; Büch & Frick, 1999, 113). Die inhaltlichen Grundlagen von „Kooperenz“ sind bereits bei Lüschen (1975) und Simmel (1908, 214) angelegt. Im Zusammenhang mit der Anwendung der Spieltheorie werden Geschäftsbeziehungen auch außerhalb der Sportbranchen unter dem Begriff „Co-optition“ als Parallelität von Koopera- tion und Konkurrenz diskutiert (Nalebuff & Brandenburger, 1996). II. Kooperenz im sportlichen Wettbewerb Sportliche Wettbewerbe setzen mindestens zwei Akteure voraus, die nach vor- her vereinbarten Regeln gegeneinander antreten. Die Teilnahme von mehr als zwei Mannschaften bzw. Einzelsportlern bis zu einem ökonomisch optimalen bzw. entsprechend den Regeln maximalen...

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