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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Manipulation im Sport

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Ronald Wadsack & Lutz Thieme I. Manipulation als Phänomen, II. Manipulation im Sport, III. Exemplarische Beispiele der Manipulation im Sport, IV. Wirkungen der Manipulation im Sport, V. Gegenmaßnahmen, VI. Weitergehende Facetten. I. Manipulation als Phänomen Lange Zeit war der Begriff der Manipulation positiv besetzt. Er bezeichnete ei- ne Handlung, welche zu einer Verbesserung des Ausgangszustandes führt. Ma- nipulation ist aus dem Wort „handhaben“ über die französische Wurzel des Wortes abgeleitet. „Manipulation und manipulieren wird nach dem Lateinischen jede Verrichtung mit der Hand genannt, wozu, wie z. B. bei chirurgischen Ope- rationen, beim Magnetisiren (…), eine besondere kunstgerechte Geschicklich- keit erforderlich ist.“ (Bilder-Conversations-Lexikon 1837-1841, 8525) Diese Sichtweise wird spätestens im 20. Jahrhundert durch die Negativ-Konnotation von „Manipulation“ ergänzt, indem die Veränderung einer Situation oder einer Sache zu Ungunsten eines Anderen ebenfalls mit diesem Begriff gefasst wird. In dem hier betrachteten Sinn geht es um diese letztgenannte Verwendung in seiner engen, direkt auf einen Wettkampf bezogenen Wirkung. Wobei die Mani- pulation kein sportspezifisches Phänomen ist, sondern in allen Lebensbereichen vorkommen kann. Korruption ist eine Form der Manipulation. II. Manipulation im Sport Die Integrität des Wettbewerbs ist ein Grundelement sportlicher Positionswett- bewerbe (zuletzt Parlow 2010) und Voraussetzung für seine ökonomische Wert- haltigkeit. Integrität resultiert dabei aus der Summe aller normierten Startbedin- gungen und Wettkampfregeln während der sportlichen Auseinandersetzung (Schellhaaß & Enderle 2000, 30f.). Ziel ist die Herstellung von Chancengleich- heit zur Erringung eines Rangplatzes innerhalb eines Positionswettbewerbs. Al- lerdings können nicht alle...

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