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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Organisationsentwicklung im Sport

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Ronald Wadsack I. Gegenstand der Organisationsentwicklung; II. Beispiele der Organisationsentwicklung im Sport; III. Besonderheiten der Organisationsentwicklung im Sport. I. Gegenstand der Organisationsentwicklung Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Organisationsentwicklung häufig für jeg- liche organisationsbezogene Aktivität benutzt. Fachspezifisch bezieht er sich jedoch auf komplexe Bezüge der Organisationsaufgabe. Organisationsentwick- lung (OE) wird von Schreyögg als Spezialzweig der Organisationstheorie be- zeichnet, der sich zentral den Veränderungsprozessen in und von Organisationen widmet (vgl. Schreyögg 1998, 501). Er fasst die vorliegenden Definitionsansätze in fünf Merkmalen zusammen (vgl. Schreyögg 1998, 502f.): • Geplanter Wandel: Bemühen um eine wohldurchdachte, gezielte Herbei- führung eines Wandlungsprozesses. • Ganzheitlicher Ansatz: Es geht um einen Wandlungsprozess in einem ganzen System oder größeren Teilen daraus. Der Prozess ist langfristig. • Anwendung sozialwissenschaftlicher Theorien: Sie dienen als Grundlage für Wirkungsvermutungen für die Initiierung von Wandlungsprozessen. • Struktur und Verhalten: Die Programme zielen auf Veränderungen von Ver- halten und Sturkturen ab. • Intervention durch Spezialisten: Die Intervention bedarf einer speziellen fachlichen Konzeption und Steuerung. In Abbildung 1 werden die wesentlichen Komponenten eines OE-Prozesses zu- sammengestellt. Die äußere Ellipse enthält wesentliche Bestandteile des OE- Prozesses, die innere Ellipse stellt die Hauptkriterien eines ablaufenden OE-Pro- grammes dar. Organisationsentwicklung in diesem Sinne ist immer Prozessberatung, deren Gegenstück die „Expertenberatung“ im Sinne einer gutachterlichen Lösungser- arbeitung ohne Umsetzungsverantwortung ist. Bea & Göbel (2002, 429) wiesen ausdrücklich auf die enge Verbindung zur Organisationskultur hin. Change Ma- nagement wird als ein permanentes Management von Veränderungen...

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