Show Less

Handwörterbuch des Sportmanagements

Series:

Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Risikomanagement im Sport

Extract

Ronald Wadsack I. Einführung; II. Risikomanagement; III. Risikomanagement im Sport; IV. Versicherungen als Risikovorsorge. I. Einführung Das Thema Risiko-Management (engl. Risk Management) ist im Sport – zumin- dest was den wirtschaftlichen Bereich angeht – vor mittlerweile 20 Jahren erst- mals grundlegend behandelt worden (vgl. Benner 1992). Neuerdings hat das Thema in Verbindung mit wirtschaftlichen Krisen in Sportbetrieben neue Aufmerksamkeit gefunden (vgl. Wadsack et al. 2006). Risiko-Management wird häufig auf die Aktionsbereiche der Versicherungswirtschaft verkürzt, obwohl durchaus auch Früherkennungssysteme und Controlling-Funktionen im Rahmen des Risikomanagement haben, das Spektrum lässt sich sogar noch auf Lernpro- zesse in Sportorganisationen erweitern. II. Risikomanagement Ganz allgemein kann das Risiko als Gefahr, Wagnis bezeichnet werden. „Ge- wisse wirtschaftliche Unternehmen sind der Gefahr ausgesetzt, dass sie keinen genügenden Ersatz für erfolgte Aufwendungen gewähren; namentlich solche, die mit den unsicheren Faktoren der Witterung, mit Konjunkturen etc. zu rech- nen haben.“ (Meyers Großes Konversationslexikon 1909, 11) Im Rahmen der Unternehmensplanung hat das Thema Risikomanagement einen festen Platz. „Formal kann das Ziel des Risk Managements als Streben nach einer Gesamt-Risikominderung unter Beachtung der Unternehmens- Oberziele beschrieben werden. Hierzu sind die aktuelle, oft komplexe Risiko- situation zu analysieren, die einzelnen Risikoelemente und deren Interdependen- zen zu identifizieren, zu strukturieren und zu bewerten. Je nach unternehmens- spezifischer Risikostruktur müssen strategische Maßnahmen … geplant und im- plementiert werden.“ (Karten 1978, zit. nach Hentze et al. 1993, 105 a. a. O.) Dazu zählen Risikovermeidung, Risikoverhütung, Risikobegrenzung, Rück- lagenbildung, Versicherung (vgl. Hentze 1993,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.