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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Sportbetriebe

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Ronald Wadsack I. Warum Sport-„betriebe“?; II. Der Betrieb als Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre; III. Grundcharakteristik der Sportbetriebe; IV. Wirtschaftseinheiten des Sports als Betriebe. I. Warum Sport-„betriebe“? Der gängige Begriff für die einzelwirtschaftlichen Betrachtungen ist in der Re- gel „Sportmanagement“, eine Bezeichnung, die auf Grund der Amerikanisie- rung weiter Bereiche des Sports und seiner Vermarktung nahe lag. Allerdings trifft sie in Deutschland auf eine wissenschaftliche Betrachtungsweise einzel- wirtschaftlichen Geschehens, die unter der Überschrift „Betriebswirtschafts- lehre“ eine Tradition hat, die mindestens bis zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20 Jahrhundert zurückreicht (vgl. z. B. Isaac 1923, Schneider 2001). Die wissenschaftliche Thematisierung des Sports wurde seitens der Be- triebswirtschaftslehre sehr lange unterlassen, hinzu kommt die über lange Zeit dominierende Schwerpunktsetzung auf industrielle Betriebe. Mit der seit den 1990er Jahren feststellbaren Zunahme der Aufmerksamkeit für Dienstleistungen (Dienstleistungsprozesse im Sport), fällt auch die Bezugnahme auf den Sport leichter. Die Vereinbarkeit mit der anglo-amerikanisch orientierten Sportmanage- ment-Sichtweise ist nicht selbstverständlich. Die mehr problemorientierte Auf- fassung der Managementlehre trifft auf eine stärker analytisch angelegte Be- trachtung der Gesamtorganisation als Betrieb (vgl. auch Schewe & Littkemann 2002). II. Der Betrieb als Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre „Die Betriebswirtschaftlehre befasst sich mit dem Wirtschaften in Betrieben un- ter Berücksichtigung der Wechselbeziehungen zu anderen Betrieben und zu den umgebenden Wirtschaftsbereichen.“ (Schweitzer 2000, 24) Historisch ist die Betriebswirtschaftslehre von einem sehr offenen Betriebs-Begriff ausgegangen (vgl. Wadsack 2013 i. V.). Ohne hier auf die verschiedenen Definitionen von Betrieb einzugehen, sei die folgende Begriffsbestimmung zitiert: „Ein Betrieb ist...

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