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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Sporttourismus

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Carmen Kissling I. Definition und Arten; II. Bedeutung; III. Formen sporttouristischer Nachfrage; IV. Anbieter im Sporttourismus. I. Definition und Arten Die Kombination von Sport mit Reisen, einem weiteren bedeutende Freizeitphä- nomen in Deutschland, kann nach Freyer (2006, 28) in Anlehnung an die allge- meine Definition des Tourismus wie folgt definiert werden „Sport-Tourismus ist das vorübergehende Verlassen des gewöhnlichen Aufenthaltsortes sowie der Aufenthalt in der Fremde aus sportlichen Motiven.“ Sporttouristische Motive können Training, Wettkampf, Fitness, Spaß oder auch das Zuschauen sein. Diese Motive können sehr unterschiedlich stark ausgeprägt und für die Reise maßgebend sein. Analog zu Dreyers (2012, 4) Definition des Radtourismus kann der Sporttourismus unterteilt werden in Sporttourismus im engeren Sinn, bei welchem der Sport ein wichtiger Bestandteil oder sogar Hauptgrund der Rei- se ist, und Sportourismus im weiteren Sinn, bei welchem sportliche Motive nur einen Nebengrund darstellen. Schwark (2006, 76) nutzt zur Verdeutlichung der unterschiedlich hohen An- teile sportlicher Motivation und Aktivität bei Freizeitreisen drei Abstufungen von Sportreisen: • „sportorientiert“: überwiegende und zielgerichtete Ausübung von Sport, z. B. Trainingslager eines Vereins, • „sportakzentuiert“: sportliche Aktivität als ein Bestandteil neben anderen, z. B. Cluburlaub, • „sportiv“: bewegungsaktive Erholung, welche alltagsmotorische Anforde- rungen kaum übertrifft, z. B. Radreise mit kulturellem Schwerpunkt. Von sporttouristischen Reiseformen zu gesundheitsorientierten Reiseformen ist der Übergang fließend, da auch bei letzteren die Betonung auf einem gesunden, körper- und sportbetonten Lebensstil liegt. Beim Gesundheitstourismus spielt der Sport gegenüber anderen gesundheitsfördernden Aktivitäten jedoch meist eine untergeordnete...

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