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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Sportverein

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Ronald Wadsack I. Organisationstyp Sportverein; II. Sportvereine in Deutschland; III. Sportvereinsforschung. I. Organisationstyp Sportverein In seiner Grundform lässt sich der Verein als eingetragener Verein im Sinne des BGB charakterisieren: „Der Verein ist 1. eine Vereinigung mehrerer (mindes- tens 7) Personen, 2. zur Erreichung ideeller Ziele, d. h. er dient nicht [primär] wirtschaftlichen Zwecken etwa der Gewinnerzielung, 3. auf längere Dauer ange- legt, und zwar 4. unabhängig vom Wechsel der Mitglieder, 5. mit einer Organi- sation ([mindestens] Mitgliederversammlung, Vorstand) und einem Namen.“ (Heinemann 2004, 75f. [Ergänzungen RW]; vgl. auch Emrich et al. 1999, 19) Hinzu kommt, inwieweit der Verein durch die Eintragung in das Vereinsregister eine eigene Rechtspersönlichkeit wird oder nicht. Ein konstitutives Merkmal der Sportvereine ist die Gemeinnützigkeit, die auf Antrag und Prüfung vom zuständigen Finanzamt erteilt wird (vgl. Heine- mann 1996, 181; zu einigen Eckpunkten Engelsing & Littkemann 2002). Ronge verweist darauf, dass durch die Übernahme von Handlungsmustern aus der pri- vat-kommerziellen Wirtschaft der Sport seine „Gemeinnützigkeits-Unschuld“ zu verlieren droht (vgl. Ronge 2006, 15). Für Heinemann (2004, 82ff.) ergeben sich neben den rechtlichen Kriterien als konstitutive Merkmale des Vereins: • Orientierung an den Interessen der Mitglieder, • freiwillige Mitgliedschaft, • Unabhängigkeit von Dritten, • Freiwilligenarbeit, • demokratische Entscheidungsstruktur. An anderer Stelle werden zusätzlich die Gleichheit der Mitglieder und die Soli- darität bei der Leistungserzeugung (Mitgliedsbeiträge, Freiwilligenarbeit) her- vorgehoben (vgl. Jütting & Delschen 2006, 85). „Der Verein, insbesondere als lokale Basisorganisation von Verbänden, kann ‚Gesellschaft’ und ‚Leben’, Mannigfaltigkeit und subjektive...

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