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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Sportverwaltung, öffentliche

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Ronald Wadsack I. Öffentliche Sportverwaltung - Abgrenzung; II. Sportverwaltung auf Bundesebene; III. Sportverwaltung auf Landesebene; IV. Sportverwaltung auf kommunaler Ebene. I. Öffentliche Sportverwaltung - Abgrenzung Die öffentliche Sportverwaltung ist das Pendant der Gebietskörperschaften in der Bundesrepublik Deutschland zu der Sportselbstorganisation auf den ver- schiedenen Ebenen (vgl. Langer 2006, 48 a. a. O.). Sie gliedert sich in der Grundform in die Bundes-, Landes- und kommunale Ebene und manifestiert sich in verschiedenen Formen der Sportförderung. Historisch wurde diese Aufteilung schon von Diem für die 1920er Jahre charakterisiert (vgl. Diem 1926, 777 bzw. 780). Zudem können Zuständigkeiten im übernationalen Bereich (z. B. EU, UNESCO) gefunden werden, sie werden hier nicht weiter behandelt (als Übersicht vgl. Bogusz 2007). In klassischem Verständnis der Gewaltenteilung („legislative Programm- steuerung“) obliegt der Verwaltung idealtypisch die Willensdurchführung, der Politik die Willensbildung. Das Verwaltungsverständnis ist in diesem Sinne eng mit dem Bürokratiemodell von Weber verknüpft. (vgl. Bogumil 2003) „Im Mit- telpunkt des öffentlichen Handelns stand die rationale Ausübung legaler Herr- schaft durch korrekte, personenunabhängige, nachvollziehbare und sachbezo- genen Umsetzung vorgegebener Regeln.“ (Baier 2002, 1 a. a. O.) Grundlegend ist das Zusammenspiel von Politik und Verwaltung. Im Zuge der Verwaltungsmodernisierung kristallisieren sich zwei konzep- tionelle Vorstellungen heraus. Die eine richtet sich mehr auf eine „kooperative Verwaltung“ in der Politik und Verwaltung zu einer partnerschaftlich-konstruk- tiven Zusammenarbeit finden. Angelehnt an die „legislative Programmsteue- rung“, jedoch mit einer deutlichen Betonung der Dienstleistungsorientierung ge- genüber den Bürgern, bildet die „responsive...

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