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Handwörterbuch des Sportmanagements

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Edited By Thomas Bezold, Lutz Thieme, Gerhard Trosien and Ronald Wadsack

Es gibt in Deutschland eine große Zahl von Organisationen, deren zentrale Aufgabe mit dem Management von Sport verbunden ist. Dazu zählen u. a. Sportvereine, Sportverbände, Profiunternehmen, kommerzielle Sportanbieter wie Fitnessstudios oder Marketingagenturen, die sich schwerpunktmäßig der Vermarktung von Sport verschrieben haben. Das gemeinsame Thema ist, die Umfeldbedingungen sowie die Durchführung von Sportangeboten und -veranstaltungen zielführend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gestalten. In der zweiten Auflage dieses Handwörterbuches haben Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen des Sportmanagements mehr als 70 zentrale Begriffe aufgenommen und kompakt dargestellt. Die Stichworte der ersten Auflage wurden durchgehend überarbeitet, aktualisiert und sind um eine reichhaltige Literaturliste ergänzt, so dass Studierende und Praktiker aus einschlägigen Arbeitsbereichen hier fundierte Informationen zu dem Thema und der möglichen Vertiefung erhalten.

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Transferentschädigung

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Albert Galli I. Begriffliche Einordnung; II. Rechtfertigungsgründe für die Entrichtung; III. Rechtliche Grundlagen für die Entrichtung; IV. Bilanzielle Behandlung. I. Begriffliche Einordnung Spieler sind für die Klubs im professionellen Teamsport die entscheidenden Pro- duktionsfaktoren (Produktionsfaktoren im Sport) und stellen gleichzeitig we- sentliche Vermögenswerte dar. Der individuelle finanzielle Wert eines Spielers konkretisiert sich in einem Transferpreis, der beim Wechsel des Spielers vom aufnehmenden an den abgebenden Klub entrichtet wird. Im Berufsfußball hat der reglementierte Spielerwechsel eine über hundert- jährige Geschichte. Erste Transferregelungen wurden in England bereits ab 1893 etabliert. Allgemein basieren Transfersysteme und Transferentschädigungs-Zah- lungen auf folgenden Überlegungen, die sportliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen: Zum einen dienen sie der Bindung des Spielers an einen Klub, insbesondere aus Gründen der Planungssicherheit, zum anderen schaffen sie ei- ne Möglichkeit zur Befreiung der Bindung des Spielers an einen Klub bei hinrei- chendem Fluss finanzieller Mittel. Auf Basis dieser Überlegungen haben Sportverbände unterschiedliche internationale und nationale Transfersysteme entwickelt. II. Rechtfertigungsgründe für die Entrichtung Zur Rechtfertigung der Zahlung einer Transferentschädigung werden unter- schiedliche Gründe angeführt. Neben der Entschädigung des abgebenden Klubs für seine Aufwendungen bei der Entdeckung sowie der Aus- und Fortbildung des Spielers wird vor allem die Funktion des finanziellen Ausgleichs für die Verschlechterung der sportlichen und als direkte Folge daraus auch der wirt- schaftlichen Wettbewerbsposition des abgebenden Klubs betont. Ferner wird argumentiert, dass durch Transferentschädigungs-Zahlungen der Wettbewerb innerhalb der Ligen aufrecht erhalten wird...

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