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Dolmetschmodelle – erfasst, erläutert, erweitert

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Dörte Andres, Martina Behr and Maren Dingfelder-Stone

In diesem Sammelband werden verschiedene Dolmetschprozessmodelle vorgestellt: von der kognitiven Verarbeitung des Inputs über das interaktive Zusammenspiel der Kommunikationspartner bis hin zum Rollenverständnis des Dolmetschers in seinem situativen Kontext. Diese Modelle, die in erster Linie dem Simultandolmetschen zuzuschreiben sind, werden von den AutorInnen kritisch beleuchtet und im Hinblick auf eine Übertragung auf das Konsekutivdolmetschen erweitert. Es entsteht damit ein Überblick über die Vielfältigkeit sowie die Ausbaufähigkeit vorhandener Dolmetschprozessmodelle, anhand derer auch die Komplexität des Dolmetschens an sich deutlich wird.

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Cristina Lica: Überlegungen zum Modell-Begriff

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11 Überlegungen zum Modell-Begriff Cristina Lica 1 Einleitung Forschung und Didaktik haben unter anderem zum Ziel, sich mit Phänomenen aus der Wirklichkeit auseinandersetzen, diese zu untersuchen und auszuwerten. Allerdings besteht aufgrund der Komplexität der Phänomene oftmals die Schwierigkeit, diese zu beschreiben und zu erklären. Deshalb bedarf es einer Methode, sie anschaulich zu gestalten. Kann man die Realität in einem Forschungs- projekt oder in einer Unterrichtssituation nicht abbilden, besteht die Möglichkeit, Repräsentationen dieser Gegenstände, also Modelle zu entwickeln, welche die Realität einerseits ausreichend vertreten, andererseits dem Forschungs-, Arbeits- oder Unterrichtsvorhaben angemessen sind. Daher werden Modelle häufig bei der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten oder Fertigkeiten verwendet. Der Psychologe Jérôme Seymour Bruner erkannte bereits zu Beginn der '70er Jahre die Aussagekraft von Modellen: Vielleicht das Grundlegendste, was man nach einem Jahrhundert intensiver For- schung über das menschliche Gedächtnis sagen kann, ist, dass Einzelheiten schnell wieder vergessen werden, wenn sie nicht in eine strukturierte Form gebracht worden sind. Detailliertes Material wird im Gedächtnis unter Anwendung vereinfachender Darstellungsweisen aufbewahrt. (Bruner 1970: 36) Dieser Kommentar bildet den Ausgangspunkt für den vorliegenden Artikel, der sich mit den Funktionen von Modellen im Allgemeinen und deren Rolle in der Translationsforschung sowie der Didaktik beschäftigt. Ziel ist es, Modelle zu erklären und ihre Bedeutung für die Erforschung mentaler Prozesse in der Translationswissenschaft wie auch in der Translationspädagogik darzulegen. 12 2 Modellerklärung 2.1 Semantisch-etymologische Begriffserklärung und Hauptmerkmale In seinem...

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