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Dolmetschmodelle – erfasst, erläutert, erweitert

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Edited By Dörte Andres, Martina Behr and Maren Dingfelder-Stone

In diesem Sammelband werden verschiedene Dolmetschprozessmodelle vorgestellt: von der kognitiven Verarbeitung des Inputs über das interaktive Zusammenspiel der Kommunikationspartner bis hin zum Rollenverständnis des Dolmetschers in seinem situativen Kontext. Diese Modelle, die in erster Linie dem Simultandolmetschen zuzuschreiben sind, werden von den AutorInnen kritisch beleuchtet und im Hinblick auf eine Übertragung auf das Konsekutivdolmetschen erweitert. Es entsteht damit ein Überblick über die Vielfältigkeit sowie die Ausbaufähigkeit vorhandener Dolmetschprozessmodelle, anhand derer auch die Komplexität des Dolmetschens an sich deutlich wird.

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Jessica Rackow: Dolmetschen als Kommunikation – verbale und nonverbale Informationsverarbeitung im Dolmetschprozess

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129 Dolmetschen als Kommunikation – verbale und nonverbale Informationsverarbeitung im Dolmetschprozess Jessica Rackow 1 Einleitung Kommunikation ist das Prinzip, auf welchem jegliche Form der Textproduktion und -rezeption aufbaut. Dies gilt auch für das Dolmetschen, bei dem es um die Übermittlung einer produzierten Redeeinheit an einen Rezipienten handelt, ist es entsprechend Teil der Kommunikation (vgl. Hatim/Mason 1997: 1 f.). Ausschlaggebend für die angemessene Übertragung ist daher die erfolgreiche Verarbeitung der Redeeinheit durch den Dolmetscher. Dabei spielt eine Vielzahl von sprachlichen und nichtsprachlichen Elementen eine Rolle. Zur Untersuchung der Informationsverarbeitung in der Dolmetsch- situation wird zunächst auf die sprachlichen Elemente eingegangen, die im Textanalysemodell von Basil Hatim und Ian Mason (1997) behandelt werden. In diesem Modell zeigen die Autoren den Verstehensprozess der verbalen Sprache auf, indem sie einen umfassenden Einblick in die Art und Weise geben, wie Informationen eines Textes erfasst werden. Außerdem illustrieren die Autoren in ihrem Werk verschiedene Dolmetschsettings mit ihren individuellen Problemstellungen bei der Analyse von Redebeiträgen und zeigen somit unterschiedliche Ansätze für die Verarbeitung von Informationen auf. Im Anschluss wird auf Fernando Poyatos‘ Theorie (1987) über die nonverbale Komponente einer Kommunikationssituation und speziell in der Dolmetschsituation eingegangen. Anhand seiner Überlegungen werden die Bedeutung dieses Kommunikationsbestandteils für die Dolmetschsituation sowie die Schwierigkeiten von nonverbaler Kommu- nikation erläutert. Hierauf aufbauend wird eine Modellierung zur Informations- verarbeitung in der Dolmetschsituation vorgestellt, welche die genannten Elemente mit einbezieht 130 2 Überlegungen zur Informationsverarbeitung nach Hatim und Mason In The Translator as Communicator (1997) gehen...

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