Show Less

Der Computerbetrug und verwandte Delikte im modernen Rechtsverkehr

Series:

Astrid Pütz

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des § 263a StGB auf Fallgestaltungen des modernen Überweisungs- und Zahlungskartenverkehrs, nämlich der Online-Überweisung, des elektronischen Lastschriftverfahrens sowie des Zahlungskartengebrauchs im Internet. Hierbei werden auch Auswirkungen auf verwandte Strafrechtsnormen, wie den Scheckkartenmissbrauch gemäß § 266b StGB, erörtert. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung ist die Prüfung der Strafbarkeit des Phishings, Pharmings und Keyloggings. Untersucht werden im Wesentlichen die Straftatbestände der §§ 202a ff, 263a Abs. 3 StGB. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach dem Aufzeigen der Strafbarkeitslücken durch Formulierung eigener Gesetzgebungsvorschläge zum Zahlungskartenmissbrauch als auch zum Keylogging zusammengefasst.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Einleitung

Extract

Der BGH hat mit seinem Urteil vom 15. Juni 2005, Az. 2 StR 30/051 eine Grundsatzentscheidung zur Lastschriftreiterei getroffen. Der BGH nimmt in sei- nem Urteil zu grundsätzlichen Fragen im bargeldlosen Zahlungsverkehr Stel- lung, die nicht nur für die Lastschriftreiterei, sondern auch für andere Fallkons- tellationen außerhalb des Lastschriftverfahrens von Bedeutung sind. Des Weite- ren hat der BGH mit seinem Beschluss vom 6. Juli 2010, Az. 4 StR 555/092, die sich zwischen dem 3. und 4. Senat andeutende unterschiedliche Behandlung des Skimmings im Hinblick auf § 202a Abs. 1 StGB geklärt. Durch diese Entschei- dungen des BGH sowie die gehäuft auftretenden Fälle von Phishing und Skim- ming lebte die in letzter Zeit nur geringfügig geführte Diskussion um den Betrug im bargeldlosen Zahlungsverkehr und die damit zusammenhängenden Straftaten wieder auf. Der virtuelle Vertragsschluss und der bargeldlose Zahlungsverkehr haben in den letzten Jahren an Bedeutung im Wirtschaftsverkehr zugenommen.3 So wer- den über das Internet mittlerweile rund 18,3 Milliarden Euro durch den Kauf von Neuwaren und Gebrauchtwaren umgesetzt.4 Im täglichen Zahlungsverkehr wurden 2009 bereits 67.000,1 Milliarden EUR mittels des bargeldlosen Zah- lungsverkehrs abgewickelt.5 Die Möglichkeiten der Täuschung sind bei Rechts- geschäften, die allein durch Fernkommunikationsmittel abgeschlossen werden, vergrößert6, da nur einem geringen Teil der Bevölkerung der technische Ablauf des virtuellen Vertragsabschlusses und aufgrund dessen auch nicht die Manipu- lationsmöglichkeiten und Gefahren bewusst sind. Daher kann ohne Spezialwis- sen nur "blind" darauf vertraut werden, dass die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.