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Das Berliner Warenhaus- The Berlin Department Store

Geschichte und Diskurse- History and Discourse

Edited By Godela Weiss-Sussex and Ulrike Zitzlsperger

Dieser Band widmet sich dem Berliner Warenhaus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die interdisziplinären Beiträge behandeln das Thema im Rahmen der Ökonomiegeschichte, der Frauen- und Antisemitismusforschung, sowie im Hinblick auf Aspekte der Werbung, Stadtplanung und Architektur. Im Zentrum steht die Analyse zeitgenössischer Diskurse und Debatten um das Warenhaus als Symbol der Moderne.
This interdisciplinary volume explores the history of Berlin department stores in the late 19th and early 20th centuries. The contributions consider aspects of economic history, gender-related and Jewish studies, advertising, town-planning, design and architecture. All articles focus on contemporary discourses and debates on the department store as a symbol of modernity.

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Das Warenhaus und die Stadt. Die urbane Entwicklung kommerzieller Zentren (Michael Kasiske)

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153 Das Warenhaus und die Stadt. Die urbane Entwicklung kommerzieller Zentren Michael Kasiske Abstract The case of Berlin is exemplary in terms of the interface between city development and the role of commercial centres. This contribution highlights three considerations that influenced nineteenth- and twentieth-century town-planning and the promotion of particular locations for department stores: first and foremost public transport, secondly the impact on and the manipulation of the value of building land and finally the commercialization of leisure activities in Berlin. Das Warenhaus lebt von seiner „erstklassigen Verkaufslage“,1 insofern war seine Entwicklung ein wesentlicher Bestandteil des Urbanisierungsprozesses in Deutschland, der gleichzeitig „ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Konzentra- tionsprozesses im 19. Jahrhundert“ ist.2 In ihrer Hochzeit um die Jahrhundert- wende besetzten die Warenhäuser in der Stadt zentrale Positionen, was entschei- dend für ihren wirtschaftlichen Erfolg gewesen ist, denn ihr Angebot beruhte auf dem Prinzip des Massenumsatzes – und somit auf der Notwendigkeit, eine breite Käuferschar anzuziehen. Aufgrund dieser Anziehungskraft kam ihnen auch eine einschneidende Bedeutung im Hinblick auf die Stadtplanung und -entwicklung zu. Gerade am Beispiel Berlin kann eindrucksvoll nachvollzogen werden, wie sich Städtebau und Kommerz gegenseitig bedingten und förderten.3 Die Stadt, die 1875 zur Millionenmetropole geworden war, bereits um die Jahrhundert- wende auf nahezu das Doppelte anwuchs und mit der Zusammenlegung der Stadtteile zu „Groß-Berlin“ 1920 rund vier Millionen Einwohner zählte, war 1 Vgl. hierzu Ernst Werner Hanhart, Marktgerechte Koordination von Einkauf und Verkauf im Warenhaus (Stuttgart: Haupt, 1967), zitiert nach: Ernst Nauer, Standortwahl...

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