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Das Drama des Widerstands

Günther Weisenborn, der 20. Juli 1944 und die Rote Kapelle

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Hans-Peter Rüsing

Während in der BRD lange nur die bürgerliche, nationalkonservative Opposition der Männer des 20. Juli akzeptiert wurde, fand in der DDR lediglich der Widerstand der Arbeiter und Kommunisten ungeteilte Anerkennung. Günther Weisenborn hingegen würdigte bereits in seiner 1953 erschienenen Dokumentation Der lautlose Aufstand die gesamte Widerstandsbewegung des deutschen Volkes. Diesen exzeptionellen und wegweisenden Ansatz, der sich in der Historiografie erst in den achtziger Jahren durchsetzte, hat Weisenborn auch in seinen Widerstandsdramen verfolgt. Die interdisziplinäre Studie zeigt, wie der Schriftsteller und Dramaturg, der selbst Mitglied der Roten Kapelle war, versucht hat, die teilweise bizarre Rezeptionsgeschichte des Widerstandes gegen Hitler auf der Bühne des Theaters zu korrigieren.

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Siglen ..................................................................................................................... 9 Vorwort ............................................................................................................... 11 1. „Die Illegalen“ ‒ Der Widerstand der ‚kleinen Leute‘ ...................... 13 1.1 Entstehungsgeschichte und historischer Hintergrund: Kollektivschuld oder „anderes Deutschland“? ....................................... 13 1.2 Das Thema des Stücks: Rote Kapelle oder alltäglicher Widerstand der ‚kleinen Leute‘? ................................................................................ 24 1.3 Der dreifache Konflikt, die beiden Aufbauprinzipien des Dramas und der „Heroismus des (…) hundertfach bedrohten Kampfwillens“ .... 40 1.4 Die „Zustimmungsdiktatur“ Hitlers, die Aufklärungsstrategie der Widerstandskämpfer und die Metaphorik des Textes ...................... 47 1.5 Der Widerstand gegen den Widerstand: Das Kleinbürgertum ............... 53 2. „Walküre – 44“ ‒ Der Staatsstreich vom 20. Juli 1944 ..................... 59 2.1 „Ein historisches und politisch richtiges, also gültiges Drama über den 20. Juli“ ‒ Die Rezeption des Staatsstreiches und die Entstehung des Stücks ................................................................................................ 59 2.2 „Viele Hunderte von Textseiten“ – Die frühen Fassungen ..................... 72 2.3 „Die Technik der ‚Dokumentation‘ übermittelt Tatbestände in einer sachlichen Sprache und informiert.“ ‒ Das Dokumentarstück ............... 96 2.3.1 „Wenn diese Männer deutsche Geschichte machen, werden die Bücher darüber einen Schrank füllen …“ ‒ Dokumente und Quellen ... 96 2.3.2 Operation „Walküre“ ‒ Die Haupthandlung ......................................... 142 2.4 „Daß die epische Form des Theaters zumindest dann die beste ist, wenn das Thema des Stückes politisches Verhalten ist“ ‒ Das epische Theaterstück .......................................................................................... 181 2.4.1 „Man verließ sich mehr auf Befehle als auf Menschen“ ‒ Rahmen- handlung und Kommentarebene ........................................................... 181 2.4.2 „Die allmähliche Eroberung der Köpfe“ ‒ Nebenhandlung und Alternativstrategie ................................................................................. 201 2.5. „Wenn je eine deutsche Aktion seit Schillers ‚Tell‘ tragisch verlief, so ist es die Stauffenbergs, der unter die Helden unserer Geschichte...

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