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Transkulturelle Identität und Übersetzungsmodelle skandinavischer Literatur

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Maria Krysztofiak

Dieser Sammelband erfasst ausgewählte Aspekte der literarisch konstruierten Identität und ihrer Umsetzung in narrative Weltbilder in den Werken skandinavischer Autoren. Dabei wird das Thema auf drei Ebenen erörtert, erstens im Rahmen der nationalen Denk- und Erzählmuster, zweitens im Bereich der skandinavischen, übernationalen Erzählung über gemeinsame Geschichte und Gegenwart sowie drittens im Hinblick auf die wirkungsästhetische Kommunikation der durch Übersetzungen skandinavischer Literaturen vermittelten Weltbilder und Kulturchiffren. Die Perspektive der Übersetzung der Literatur aus dem Norden hebt folgende Aspekte der Vermittlung skandinavischer Autoren hervor: die Notwendigkeit und die Art der Wiedergabe der charakteristischen Erzählweise, die auf die altnordische Narrativik zurückblickt, die Möglichkeit der Vermittlung eines durch den individuellen Kulturcode chiffrierten Gesamtkonzepts skandinavischer Literaturen sowie die wirkungsästhetische Bedeutung der Neuübersetzungen.

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Identitäten im (post)kolonialen Kontext. Kim Leines Identitätskonstruktionen in den Romanen Kalak, Tunu und Profeterne i Evighedsfjorden. Monica Wenusch

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Identitäten im (post)kolonialen Kontext. Kim Leines Identitätskonstruktionen in den Romanen Kalak, Tunu und Profeterne i Evighedsfjorden Monica Wenusch Grönland als Schauplatz und Thema in der dänischen Literatur hat eine weit zurückreichende Tradition in der dänischen Literatur; Autoren wie Bernhard Severin Ingemann, Henrik Pontoppidan, Thorkild Hansen und Peter Høeg sind nur einige wenige namhafte Vertreter einer solchen – wohlgemerkt nicht grönländischen, sondern dänischen – Literatur mit Grönlandbezug. Nicht nur die abgelegene, „exotische“ Landschaft und ihre Bevölkerung, und hier insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur, sondern auch Grönland als (post)kolonialer Raum im Abhängigkeitsverhältnis zu Dänemark und den damit verbundenen Identitätskonstruktionen interessieren und faszinieren nach wie vor. Kim Leines Romane können als prominenteste aktuelle Fortsetzung dieser literarischen Auseinandersetzung mit Grönland, v.a. in Relation zur Frage der Identität bzw. Identitäten (individuell und kollektiv) betrachtet werden; insbesondere die in Abstufungen autobiographisch geprägten Romane Kalak (2007) und Tunu (2009), sowie zuletzt der im 18. Jahrhundert spielende, eng mit der Kolonisationsgeschichte verknüpfte historische Roman mit ebenfalls autobiographischen Zügen, Profeterne i Evighedsfjorden (Propheten im Ewigkeitsfjord, 2012), mit dem Leine seinen früheren Romanen quasi nachträglich einen Ausgangspunkt zuschreibt.1 Leine schildert Grönland dabei vornehmlich aus der Sicht des zugereisten Dänen, der jedoch seine Rolle und Identität sowohl sich selbst als auch der Gesellschaft gegenüber kritisch hinterfragt, auf dem Hintergrund des bei Leine oft zwiespältigen Zusammenhangs zwischen Nationalität...

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