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Zur Didaktik der satzinternen Großschreibung im Deutschen für die Sekundarstufe I

Wortartbezogene Umwege und syntaktische Katalysatoren

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Désirée-Kathrin Gaebert

Die Arbeit sieht in der Beschreibung der satzinternen Großschreibung im Deutschen als Substantivgroßschreibung ein Problem, welches sich bereits seit der Beschreibung in den Grammatiken ab dem 16. Jahrhundert zeigt und bis zu den Amtlichen Regelwerken (1901, 1996, 2006) fortbesteht. Dieses (fachwissenschaftliche) Beschreibungsproblem wird an die Didaktik weitergegeben. Die daraus resultierenden Fehlhypothesen der Lernenden führen zu Normverstößen, die keine linguistischen Problemfälle sind, sondern im Zentrum der satzinternen Großschreibung liegen. Daher stellt sich die Frage, inwieweit eine andere Beschreibung der satzinternen Großschreibung zu einer höheren Rechtschreibsicherheit von Lernenden führen kann. Die gegenwärtige syntaktische Beschreibung wird diesbezüglich überprüft. Hierbei zeigt sich, dass trotz der herausgestellten Forschungsdesiderata ein didaktischer Weg vorliegt, der den Kernbereich der satzinternen Großschreibung im Deutschen umfassend abdeckt.

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Anhang F: Texte 1-3 der Intervention

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Text 1165 Polly hilft der Großmutter Ich wünschte, ihr könntet das Haus sehen, in dem Polly wohnte. Oh, es war so klein und niedlich, dass man es beinahe für ein Märchenhaus halten konnte, in dem Zwerge oder Kobolde wohnen. Das Haus lag an einer engen, abfallenden Kopfsteinpflaster- straße im allerärmsten Teil der Stadt. Ja, es war wirklich eine arme Straße und die an- deren Häuser dort waren nicht viel feiner als Pollys Haus. Pollys Haus – was sage ich? Natürlich war es nicht Polly, die in diesem Haus schaltete und waltete. Das tat Großmutter. Großmutter, die Bonbons kochte und sie dann jeden Samstag auf dem Markt verkaufte. Ich nenne es aber trotzdem Pollys Haus. Wenn man vorbeiging, saß Polly immer auf der Treppe zur Straße. Sie hatte die braunsten und fröhlichsten Augen und die rosigsten Wangen, die jemals irgendein Kind gehabt hat. Und dann sah sie – was soll ich sagen? –, sie sah so patent aus. Ja, genau, patent! Deswegen hatte ihre Großmutter natürlich auch den Einfall ge- habt, sie „Polly patent“ zu nennen. Großmutter sagte, Polly habe schon damals, als sie drei Monate alt war und in ei- nem Körbchen lag, patent ausgesehen. Das Körbchen war eines Tages bei Großmutter abgestellt worden mit dem Bescheid, sie möchte sich um die Kleine kümmern, denn es gab niemanden anders, der es tat. Oh, das Haus, wie war es nett! Zwei kleine...

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