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Translation im Spannungsfeld der «cultural turns»

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Edited By Katarzyna Lukas, Izabela Olszewska and Marta Turska

Dieser Band nimmt den auf Doris Bachmann-Medick zurückgehenden Gedanken der cultural turns in den Kulturwissenschaften auf. Die Veränderungen der Forschungsmethoden und -schwerpunkte, die den turns entspringen, erweisen sich für die Translationswissenschaft als besonders produktiv. Forscherinnen und Forscher aus Polen, Deutschland und Österreich untersuchen das Phänomen der Translation als kulturelles Faktum: Übersetzungen von literarischen, pragmatischen und wissenschaftlichen Texten in diversen Sprachenkombinationen. Die Beiträge verknüpfen die linguistisch-literaturwissenschaftlichen Aspekte der Übersetzung mit politisch-ideologischen, sozialen und ethischen Determinanten des translatorischen Handelns, die im Zuge des postcolonial turn und des social turn verstärkt in den Blickwinkel rücken.

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Politische Korrektheit und Translation im Lichte des postcolonial turn(an deutschem, polnischem und russischem Material.Dennis Scheller-Boltz (Innsbruck)

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Politische Korrektheit und Translation im Lichte des postcolonial turn (an deutschem, polnischem und russischem Material)1 Dennis Scheller-Boltz (Innsbruck) Political correctness and translation in the light of the postcolonial turn (on German, Polish and Russian material). The impact of political correctness on behaviour patterns, social intercourse and therefore on the use of language is a culture-bound phenomenon which can differ widely from culture to culture. In Germany, political correctness has become an integral factor in avoiding discriminatory or dis- respectful action or behaviour towards people because of their gender, sexual identity, or ethnic origin. A comparison with Poland and Russia reveals that the idea of political correctness, its so- cial value and its influence on language use are not consistent and uniform and can lead to prob- lems when translating or interpreting. Die späten 60er und frühen 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stellten für die noch junge Bundesrepublik eine Zäsur dar. Die Politik der Großen Koalition von Union und SPD führte zu wachsendem Unmut in der Bevölkerung, der sich schließlich in der so genannten Studentenbewegung eine Bahn brach. Der Wi- derstand und der Protest richteten sich dabei keineswegs nur gegen konkrete Maß- nahmen wie die Notstandsgesetze. Auch tradierte Vorstellungen über Gesellschaft, Geschlechterrollen, das Verhältnis von Mensch und Umwelt sowie Krieg und Frie- den wurden in Frage gestellt. Dies geschah nicht zuletzt aus einem wachsenden Bedürfnis der jungen Generation heraus, sich mit der Rolle der Eltern- und Großel- terngeneration...

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