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Rechtsetzung im Bereich der Wettbewerbsregeln der Europäischen Union und des organisierten Fußballs

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Helena Sophia Wirsing

Die Untersuchung leistet einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, ob für sportliche Regelwerke der Fußballverbände DFB, UEFA und FIFA und unionsrechtliche Wettbewerbsregeln eine spezielle Regelung seitens der Europäischen Union möglich, sinnvoll und notwendig ist. Es werden Kriterien für die Erforderlichkeit von Sekundärrecht entwickelt, um dann die Rechtsetzungsmöglichkeiten im Konfliktbereich organisierter Fußball- und Wettbewerbsregeln zu analysieren. Die Untersuchung schlieWettbewerbsregeln zu analysieren. Die Untersuchung schließt sich der Ansicht der Kommission in ihrem «Weißbuch Sport» nicht an; denn in den wichtigen Bereichen des organisierten Profifußballs ist es erforderlich, die unionsrechtlichen Wettbewerbsregeln durch Sekundärrecht zu konkretisieren.

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Einführung

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„Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“1 Sepp Herberger hat mit dieser Aussage schon vor Jahrzehnten prägnant fest- gehalten, dass das Spiel mit dem immer noch runden Ball ein Spiel ist, das Re- geln hat. Ein Spiel braucht, damit es funktioniert, einheitliche Spielregeln, die für alle am Spiel beteiligten Personen gelten. Diese Spielregeln müssen erst einmal aufgestellt und die für die Durchführung und Organisation eines solchen Spiels notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Im Bereich des organisierten Sports werden die Spielregeln und die weiteren Rahmenbedingungen üblicher- weise von Sportverbänden vorgegeben. Hinter dem 90minütigen Spiel mit einem runden Ball steckt im organisierten Sport also viel mehr als nur das Spiel an sich. Die wichtigste Rolle hat dabei der organisierende Sportverband. Mit dem or- ganisierten Sport in Sportverbänden und Sportvereinen wurde lange Zeit Fitness, Freizeitbeschäftigung, Spiel und Freude am Spiel assoziiert. Dies stand damit im Gegensatz zu Erwerbstätigkeit, Ökonomie, Markt und Handel.2 Das Selbstbild des Sportverbands und des Sportvereins war geprägt von Gemeinschaftssinn und von Idealismus.3 Sport als „Handelsware“ passte nicht in dieses Bild.4 Heutzutage spielt neben Freude an Spiel und Bewegung Geld eine immer grö- ßere Rolle. Die Bedeutung von Geld zeigen schon auf den ersten Blick die exorbi- tanten Jahreseinkommen der Fußballspieler im Profibereich. So erreichte im Jahr 2010 laut „Forbes“-Rangliste vom 20.04.20115 Fußballprofispieler David Beckham einen Spitzenverdienst von 40 Millionen US Dollar6, gefolgt von Cristiano Ronal- do mit 38 Millionen US Dollar7...

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