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Ökonomische Analyse des Betrugs in gegenseitigen Vertragsverhältnissen

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Jan-Philipp Rock

Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg zur Förderung herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet.

Der Betrugsstraftatbestand gehört zu den meistdiskutierten Vorschriften des deutschen (Wirtschafts-)Strafrechts. Trotz der Fülle an Rechtsprechung und Literatur fehlt jedoch eine Erörterung aus ökonomischer Sicht: Die juristischen Abhandlungen erschöpfen sich in Fragen der Gesetzesauslegung, verbunden mit gelegentlichen rechtspolitischen Empfehlungen. Wird hingegen das Thema Betrug in den Wirtschaftswissenschaften behandelt, so im Rahmen realitätsferner Konzepte, die Juristen bei den von ihnen geforderten Entscheidungen wenig helfen. Gerade aber die Methodik der Ökonomen könnte den Juristen vor Augen führen, welche ökonomischen Anreize und gesellschaftlichen Konsequenzen die Entscheidung für die eine oder die andere Rechtsauffassung mit sich bringt. In dieser Forschungslücke verbindet diese Arbeit Erkenntnisse der Informationsökonomik mit der juristischen Diskussion um den Betrugsstraftatbestand.

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Inhaltsverzeichnis

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Teil 1: Einführung.............................................................................................. 1 A. Problemstellung........................................................................................... 1 B. Gang der Darstellung .................................................................................. 4 I. Der Untersuchungsgegenstand: Betrug bei gegenseitigen Verträgen ...... 4 II. Die Untersuchungsmethodik: Ökonomische Analyse des Rechts........... 7 1. Grundlagen ........................................................................................... 7 2. Abgrenzung des Themas ...................................................................... 9 a) Abgrenzung zu (rein) juristischen Arbeiten...................................... 9 b) Abgrenzung zu (rein) ökonomischen Arbeiten............................... 11 III. Aufbau der Arbeit................................................................................. 13 Teil 2: Verträge, Betrug und Ökonomie ........................................................ 15 A. Grundbegriffe: Märkte, Transaktionen und Verträge ............................... 15 I. Vom einzelnen Tauschgeschäft (Transaktion) zum Markt..................... 15 II. Märkte als Institutionen zur Ressourcenallokation ............................... 17 1. Marktdefinition................................................................................... 17 a) Ausgangsdefinition ......................................................................... 17 b) Eigenschaften von Märkten ............................................................ 18 aa) Perfekte bzw. Vollkommene Märkte............................................. 18 bb) Imperfekte bzw. Unvollkommene Märkte .................................... 19 c) Märkte als Institutionen zur pareto-optimalen Allokation von Ressourcen ............................................................................................ 19 III. Verträge als Instrumente zur Stabilisierung unsicherer Erwartungen.. 20 B. Einordnung des Betrugs als Problem asymmetrischer Informationen ...... 23 I. Informationen in den Wirtschaftswissenschaften................................... 23 1. Was sind Informationen?.................................................................... 23 2. Die „ideale“ Welt vollkommener Informationen ............................... 25 X 3. Die Realität: unvollkommene Informationen ..................................... 26 a) Unterteilung von Informationsunvollkommenheiten...................... 27 aa) Symmetrisch .................................................................................. 27 bb) Asymmetrisch ............................................................................... 28 b) Asymmetrische Informationsverteilung ......................................... 28 aa) Zeitliche Unterteilung.................................................................... 28 (1) Ex-ante Informationsasymmetrie: Das Problem der Adverse Selection .................................................................... 29 (2) Ex-post Informationsasymmetrie: Das Problem des Moral Hazard........................................................................... 31 bb) Gegenständliche Einordnung ........................................................ 32 (1) Preisunsicherheiten ................................................................. 32 (2) Qualitätsunsicherheiten........................................................... 33 cc) Relevanz für den Betrugsstraftatbestand ....................................... 40 II. Wirkungen von Informationsvorsprüngen und Betrug.......................... 41 1. Möglichkeit der Ausnutzung von Informationsvorsprüngen als notwendiger Anreiz zur Informationsgewinnung...

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