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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Ironie hören und lesen –eine musikalische Lesart der Lyrik Heinrich Heines. Hanna Kröger-Bidlo

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Ironie hören und lesen – eine musikalische Lesart der Lyrik Heinrich Heines Hanna Kröger-Bidlo Abstract Ausgehend von den inhaltlichen Schwerpunkten der gegenwärtig verbindlichen Unter- richtsinhalte der gymnasialen Oberstufe im Fach Deutsch verfolgt der Beitrag den Weg eines durch Musik assoziativ geleiteten, „direkten“ Zugangs zur Ironie der Lyrik Heinrich Heines. Fokussiert wird diese musikalische Annäherung anhand der Liedvertonungen Robert Schumanns. An exemplarischen Gedichten aus dem Buch der Lieder erfolgt eine Darlegung musikalischer Ironie-Lesart und ein Ausblick auf Möglichkeiten einer fächer- übergreifenden unterrichtlichen Umsetzung. 1. Einleitung Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der gegenwärtig verbindlichen Unter- richtsinhalte der gymnasialen Oberstufe im Fach Deutsch gehört unter dem Punkt „Umgang mit Texten“1 die Gattung Lyrik. Gefordert ist für den Leis- tungskurs ein „thematischer Längsschnitt“, der „Liebesgedichte mit Schwer- punkten in den Epochen Barock, Romantik (unter Einbezug von Heine) und in der zweiten Hälfte des 20. Jhs.“ umfasst.2 Die Einklammerung „unter Ein- bezug von Heine“ offeriert eine gewisse Ambiguität: Einerseits versinnbild- licht die namentliche Hervorhebung die Bedeutung des Dichters als „Schlussstein der Romantik“3, andererseits verweist die optische Klammer auf einen „Einbezug“, eine möglicherweise kurze „Bezugnahme“. Die Forma- tierung offenbart gewissermaßen implizit das Spannungsfeld, in dem sich die Heine-Rezeption bewegte: „Über keinen anderen Großen der Literatur ist so erbittert und lange gestritten worden, wie um Heinrich Heine.“4 Überdeut- lich wird diese Kontroverse, wenn man das Augenmerk auf eine spezielle Re- zeption der Lyrik Heines, nämlich die „seiner Wiedergeburt aus dem...

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