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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Grammatische Sprachreflexion und elaboriertes Textverstehen. Am Paradigma des pragmatischen und literarischen Tempusgebrauchs. Thomas Lischeid

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Grammatische Sprachreflexion und elaboriertes Textverstehen. Am Paradigma des pragmatischen und literarischen Tempusgebrauchs Thomas Lischeid Abstract Literarisches Lesen zu lehren und zu lernen legt in der aktuellen, kompetenzorientierten Diskussion seinen Fokus auf Fragen der domänenspezifischen Vermittlung. Der vorlie- gende Ansatz überschreitet die Begrenzungen eines solchen Ansatzes insofern als er die Domäne des Lesens und Literaturverstehens mit einer anderen Domäne der Deutschdi- daktik in Verbindung bringt, nämlich der Sprachreflexion und dem Grammatikverstehen. Dazu wird im Folgenden ein Integratives Modell von Leseverstehen und der Sprach- reflexion vorgestellt. Die anschließenden Überlegungen dienen dazu, die Fruchtbarkeit dieser Integration anhand eines wichtigen grammatischen Beispielfalls zu demonstrie- ren, dem elementaren und elaborierten Tempusgebrauch in pragmatischen und literari- schen Texten. Diese sachorientierte Darstellung mündet schließlich in ein curriculares Modell der Vermittlung von Tempusgrammatik und Textverstehen im Deutschunterricht. 1. Einleitung: Modellannahmen zur kompetenzorientierten „Integration“ von Sprache und Literatur Die aktuelle Kompetenzorientierung hat auch in der Fachdidaktik Deutsch die allgemein schon wirkende Tendenz zur Arbeits- und Wissensteilung in ihrem Fachbereich nochmals verstärkt, indem sie zunächst davon ausgeht, dass konzeptionelle Überlegungen zum fachlichen Lernen in der Regel auf eine jeweilige Domäne, sprich auf einzelne Lernbereiche und Unterlernbe- reiche zu konzentrieren sind. Gegenläufige Konzepte drohen dadurch ins Hintertreffen der Aufmerksamkeit zu geraten, obgleich sie zum hergebrach- ten Selbstverständnis von Allgemeiner und Fachdidaktik gehören und – mit unterschiedlichen Begründungsfiguren – die Notwendigkeit einer ‚Verbin- dungʻ zwischen verschiedenen Lernbereichen betonen1. Als ein Indikator der damit infrage stehenden Problematik kann der Umgang mit...

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